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Fernsehen im SWR

Alltagswissen Warum haben Blumen verschiedene Farben?

aus der Sendung vom Donnerstag, 25.1.2007 | 22.01 Uhr | SWR Fernsehen

Mit einem Strauß gibt sich die Floristin besondere Mühe: dem Brautstrauß. Weiße Blumen stehen für Unschuld und Reinheit, deshalb sind sie bei vielen Bräuten so beliebt. Weiße Blumen benötigen keinerlei Farbstoffe. Einfallendes Licht wird in den Zellen mehrmals gebrochen und gestreut. Deshalb erscheint die Blüte nicht etwa durchsichtig, sondern weiß.

Aber mal ehrlich: Unschuldig sind heutzutage bei Antritt der Ehe die Wenigsten. Feuer, Liebe, Leidenschaft - symbolhaft dafür sind rote Rosen. Warum also nicht auch ein roter Brautstrauß? Die rote Farbe entsteht durch Farbkörper- sogenannte Chromoplasten. Sie befinden sich in den Zellen der Blüte. Trifft auf diese Blüte Licht, enthält es zunächst alle Farben. Die roten Chromoplasten der Zellen absorbieren jedoch blaue und gelbe Lichtstrahlen. Übrig bleiben nur rote, die dann in unser Auge reflektiert werden.

Echte Romantiker mögen bunte Sträuße

Aber nicht immer soll es "rote Rosen regnen". Echte Romantiker mögen bunte Sträuße - am besten selbst gepflückt. Zum Glück sind die Farbstoffe anderer Blumen anders chemisch aufgebaut und blühen deshalb zum Beispiel in gelb. Ganz anders: Die Farbgebung pinkfarbener, dunkelroter oder blauer Blüten. Da sorgen sogenannte Anthocyane für die Farbe. Das Besondere: Es sind "gelöste" Farbstoffe, die im Inneren der Zelle - der Vakuole - lagern. Je nach Aufbau färben sie die Blüte in eher dunklen Tönen wie dunkelrot, violett oder pink.

Es gibt aber auch Pflanzen, die beide Methoden der Farbgebung beherrschen, beispielsweise Orchideen. Die Blütenblätter erscheinen durch unterschiedliche Färbungen in ihrem typischen Muster.
Aber ob weiß, rot oder bunt gemustert: Am Ende interessiert beim Brautstrauß vor allem: Wer wird die nächste Braut?

Mira-Sophie Potten

Letzte Änderung am: 10.07.2007, 16.29 Uhr