Dick sein will niemand. Sind die überflüssigen Kilos jedoch erst einmal auf den Hüften, ist es meist anstrengend, sie wieder loszuwerden. Es ist viel leichter auf Pillen oder Wunderdiäten zu hoffen, anstatt aktiv zu werden. Dabei ist Bewegung beim Abnehmen sehr wichtig. Das Prinzip: Muskeln verbrauchen Energie, mehr Muskeln verbrauchen mehr Energie. Wer allerdings auf eigene Faust versucht sein Körpergewicht mit Sport zurück auf Kurs zu bringen, scheitert oft. Professionelle Hilfestellung bietet ein persönlicher Abnehmcoach.
Coaching ist die englische Bezeichnung für Betreuung. Ein Abnehmcoach ist demnach jemand, der einen anderen beim Abnehmen betreut, also so etwas wie ein Fitnesstrainer oder Diätassistent. Je nach Programm kümmert sich der Coach nur wenige Stunden oder gleich mehrere Monate am Stück um einzelne Teilnehmer, bringt ihnen bestimmte Sporttechniken bei und trainiert mit ihnen. Außerdem steht er per Telefon und Email zur Verfügung, wenn es Fragen oder Probleme gibt.
Ein Abnehmcoach ist besonders für solche Menschen gut geeignet, die nicht in der Gruppe abnehmen möchten und zudem zeitlich flexibel sein müssen. Nicht jeder kann regelmäßig bestimmte Termine freihalten und zum Beispiel jeden Mittwochabend trainieren. Aus diesem Grund erarbeiten die Abnehmcoaches mit jedem Teilnehmer einen individuellen Trainingplan, der auf die Möglichkeiten der einzelnen Person angestimmt ist.
Bevor das Abnehmtraining losgeht, sollte sich jeder einmal sportmedizinisch durchchecken lassen, um mögliche Risikofaktoren zu ermitteln. Das gilt vor allem für stark übergewichtige oder chronisch kranke Personen. Ein wichtiger Teil einer solchen Untersuchung ist ein Leistungstest, beispielsweise auf einem Fahrradergometer oder Laufband. Dabei wird unter anderem der Laktatwert im Blut, die Herzfrequenz und der Blutdruck gemessen. So zeigt sich schnell, wie es um die persönliche Fitness steht, in welchem Herzfrequenzbereich am besten trainiert werden sollte um erfolgreich Fett zu verbrennen, oder wie viele Kalorien der Körper in Ruhe und unter Belastung verbrennt. Anhand dieser Daten kann dann ein individueller Trainingsplan erstellt werden, der den Körper optimal fordert - aber nicht gleich überfordert.
Gerade am Anfang des Abnehmtrainings sind Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Walken sinnvoll. Joggen geht bei stark übergewichtigen Menschen häufig noch nicht, da das meist weder Herz noch Gelenke mitmachen würden. Erst wenn die Ausdauer und Muskulatur ausreichend vorhanden sind, kann auch gelaufen werden. Zusätzlich wichtig beim Training: Die richtige Technik. Schließlich soll der Bewegungsapparat keinen Schaden nehmen. Damit außerdem mit dem richtigen Puls trainiert wird, ist eine Pulsuhr hilfreich.
Mehr Bewegung allein reicht meist nicht, um nachhaltig abzunehmen. Vor allem wenn nicht nur einige wenige, sondern zig Kilos abgebaut werden sollen. Auch die Ernährung sollte fachkundig umgestellt werden. Zusammen mit einer Ernährungsberaterin werden die versteckten Fett- und Zuckerfallen im eigenen Kühlschrank jedoch schnell sichtbar. Vielfach ist eine solche Beratung in den Abnehmprogrammen integriert.
Letzte Änderung am: 19.03.2009, 12.20 Uhr