
"Sie waren mutig, sie waren einsam."
Johannes Rau über die "stillen Helfer"
"Kauft nicht bei Juden"
In weißer Farbe ist die Aufschrift "Jude" auf die Schaufensterscheiben gepinselt - die Geschäfte jüdischer Inhaber werden markiert: Einer von vielen Schritten, mit dem die Nationalsozialisten versuchen, die jüdische Bevölkerung nach und nach aus dem wirtschaftlichen Leben zu verdrängen.
[mehr im Kapitel "Flucht statt Deportation"]
Erniedrigt, isoliert, gebrandmarkt
Jüdisches Alltagsleben im Dritten Reich ist eine einzige Demütigung: Wer nach nationalsozialistischer Definition als Jude gilt, muss den gelben Stern tragen und darf oft seine Wohnung nicht behalten. Er bekommt weniger Lebensmittel zugeteilt und darf keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr benutzen.
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Auf der Flucht vor dem Regime
Sie erhalten einen Brief mit dem Betreff "Abwanderung", dazu ein Merkblatt, das beschreibt, wie viel Gepäck erlaubt ist. Die meisten Juden, die auf den Transportlisten für die Deportationen stehen, sehen keine andere Möglichkeit, als sich der Aufforderung zu fügen. Doch einige entscheiden sich dagegen – und tauchen unter.
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