Nicht alle waren MörderSüdwestrundfunk | SWR.deDas Erste
Szenenbild: Karl Hotze (Richy Müller) unterhält sich mit Michael (Aaron Altaras) am Gartentor (Quelle: SWR/teamworx/Stephan Rabold)

"Diese Hilfe war riskant, manchmal sogar lebensbedrohlich."

Jo Baier

Hotze & Martchen

Versteck im Dachgeschoss

Je länger der Krieg dauert, desto schwieriger wird es, neue Verstecke zu finden. Immer wieder sind Anna und Michael Degen auf Menschen angewiesen, die ihnen weiterhelfen. Karl Hotze und seine Schwägerin Martchen sind da ein Glücksfall - ebenso mutig wie warmherzig.

Als Kommunist ist Hotze selbst in Gefahr; er war bereits im KZ Buchenwald inhaftiert. Trotzdem verstecken Hotze und Martchen die beiden Flüchtlinge im Dachgeschoß ihres kleinen Vorort-Hauses in Kaulsdorf, südöstlich von Berlin.

Der Nachbar gegenüber ist ein überzeugter Nazi - hat er etwas mitbekommen? Michael darf nur noch auf die Straße, wenn er die Uniform eines Hitlerjungen trägt.

Abends hört die Hausgemeinschaft heimlich die Nachrichten des britischen Radiosenders BBC - das ist eigentlich streng verboten. Was vermeldet der "Feindsender"? Wird Hitler endlich besiegt?

Kurz vor Morgengrauen reißt Martchen plötzlich ihre beiden Schützlinge aus dem Schlaf: Die Gestapo ist im Haus. Über die Treppe können Anna und Michael nicht mehr flüchten - retten kann sie jetzt nur ein Sprung aus dem Fenster ...

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