Nicht alle waren MörderSüdwestrundfunk | SWR.deDas Erste
Szenenbild: Anna (Nadja Uhl) und Michael (Aaron Altaras) blicken erschrocken auf (Quelle: SWR/teamworx/Stephan Rabold)

"Diese Hilfe war riskant, manchmal sogar lebensbedrohlich."

Jo Baier

Einführung

Eine wahre Geschichte

Der jüdische Junge Michael Degen war elf Jahre alt, als er 1943 in Berlin vor der SS fliehen konnte und damit der Deportation entging. Heute lebt er als bekannter Schauspieler und Autor in Hamburg.

Gemeinsam mit seiner Mutter lebte Michael Degen zwei Jahre lang im Berliner Untergrund. Immer auf der Flucht, in ständiger Angst vor Entdeckung.

Michael und Anna Degen hätten nicht überlebt, wenn sie nicht immer wieder Menschen gefunden hätten, die bereit waren, ihnen zu helfen, sie zu beherbergen und zu beschützen - und die sich dabei selbst in Lebensgefahr brachten. Diesen Helfern hat Michael Degen in seinem autobiographischen Buch "Nicht alle waren Mörder" ein Denkmal gesetzt.

Der gleichnamige Film von Jo Baier erzählt die Geschichten dieser "stillen Helden": Wie Ludmilla und Lona, Hotze und Martchen, Erwin und Rolf zu den Helfern wurden, die Michael und Anna Degen gerettet haben. Welche Gefahren sie dabei überstehen mussten - und welchen sie nicht entgehen konnten. Er erzählt von ihrer Todesangst und ihrem Mut. Und von dem jüdischen Jungen Michael Degen, der als Kind Dinge erlebte, die leicht einen Erwachsenen überfordert hätten.

Die Rolle des Michael Degen spielt Aaron Altaras, 1995 in Berlin geboren und dort Schüler der Jüdischen Oberschule. Aaron führt auch durch dieses Internet-Special und spricht mit Michael Degen über seine Geschichte. Zu jeder Station dieser Flucht durch Berlin hat Michael Degen ihm seine Erlebnisse geschildert.

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