aus Die große Show der Naturwunder vom Dienstag, 1.11.2011 | 21.45 Uhr | SWR Fernsehen

Hunde sind die beliebtesten Haustiere der Welt. Obwohl ursprünglich alle vom Wolf abstammen, sind bis heute die unterschiedlichsten Hunderassen entstanden – teilweise ist die Verwandtschaft zum Urvater selbst beim besten Willen nicht mehr zu erkennen. Untereinander variieren die Erscheinungsbilder verschiedener Hunderassen so stark wie bei kaum einer anderen Tierart. Allein der Größenunterschied ist enorm – von 15 Zentimetern bis weit über einem Meter ist alles vorhanden. Warum machten sich die Menschen über Jahrtausende die Mühe diese Rassen entstehen zu lassen?
Die Antwort liegt in den ursprünglichen Verwendungszwecken der verschiedenen Hunderassen. So braucht beispielsweise ein Hund, dessen Aufgabe die Jagd ist, andere Eigenschaften als ein Hund, dessen Alltag aus dem Hüten von Schafen besteht. Kaum zu glauben, aber der süße kleine Yorkshire Terrier war ursprünglich dazu bestimmt, Ratten und Mäuse zu jagen. Dazu musste er flink und mutig sein – diese Eigenschaften hat er sich bis heute bewahrt.
Der Grund für die verschiedenen Rassen ist heute, wo viele Hunde einfach als pelziges Familienmitglied gehalten werden, oft gar nicht bewusst. In der Show wurden spielerisch die ursprünglichen Aufgaben einiger Hunde erläutert. Der große Bullmastiff war nicht immer ein Kampfhund, sondern zum Stellen von Wilderern gedacht – Einschüchterung statt Angriff! Mexikanische Nackthunde wurden für religiösen Zwecke genutzt und Pudel jagten Enten – durch die typische Rasur blieben beim Schwimmen die wichtigen Organe unterm Fell warm und geschützt. Lundehunde haben sich ihre Besonderheiten bis heute bewahrt. Ursprünglich zum Klettern auf Felsen und durch steinige Höhlen gezüchtet, können sie ihren Kopf über den Rücken nach hinten biegen, die Vorderbeine besonders weit spreizen und ihre Ohren gegen Schmutz verschließen. Außerdem bieten beim Klettern sechs Zehen an jeder Pfote besonderen Halt.
Letzte Änderung am: 08.08.2011, 15.27 Uhr