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Thema 8 Zurück zur Natur - Selbstversuch im deutschen Wald

aus Die große Show der Naturwunder vom Mittwoch, 6.1.2010 | 20.15 Uhr | SWR Fernsehen

Wald

Wälder bedecken ein Drittel unseres Landes. Bis zu 1000 Jahre alt, liefern uns die Bäume Energie, filtern Schadstoffe und spenden Luft zum Atmen. Unser Wald schützt den Boden, speichert Wasser und dient unzähligen Tieren und Pflanzen als Lebensraum. Trotzdem ist vielen von uns das Naturwunder vor unserer Haustür völlig fremd geworden. Im Laufe der Jahrhunderte haben wir uns mehr und mehr von der Natur entfernt.

Sind wir überhaupt noch in der Lage ohne Hilfsmittel im Wald zurecht zu kommen?

Ranga Yogeshwar stellte sich der Herausforderung und erlebte nur mit einem Taschenmesser, einer Schnur und seiner Armbanduhr ausgerüstet, den deutschen Wald fernab aller Zivilisation hautnah. Es galt, innerhalb von 24 Stunden ein vorgegebenes Ziel zu erreichen.

Damit er überhaupt eine Chance hatte, wurde Ranga zu Beginn seines Abenteuers von einem erfahrenen Survivaltrainer in den grundlegenden Techniken ausgebildet. Was kann man essen und was sollte man lieber nicht probieren? Wie schützt man sich vor der Witterung? Und woran orientiert man sich? Auch wie man Feuer macht, lernte er. Doch diese Fähigkeit nützte ihm später nichts – im trockenen Wald wäre die Brandgefahr viel zu hoch gewesen.

Abseits der Wege schlug sich Ranga Yogeshwar quer durch die dichten Laubwälder des Rhein-Taunus. Mühsam peilte er seine Strecke von Baum zu Baum. Immer wieder mussten dabei Hindernisse umgangen werden. Die Abhänge und steilen Anstiege der Gegend machten ihm zusätzlich zu schaffen.

Bei der Orientierung half ihm die Sonne: im Sommer steht sie ungefähr um 6:00 Uhr im Osten, um 12:00 Uhr im Süden und um 18:00 Uhr im Westen. Richtet man nun den Stundenzeiger einer Armbanduhr auf die Sonne, liegt zwischen 12:00 Uhr und dem Stundenzeiger Süden. Ein weit verbreiteter Mythos besagt zwar, dass man sich auch am Moosbewuchs der Bäume orientieren könne, doch die Fehlerquote ist hierbei viel zu hoch – keine gute Idee, wenn die Nahrung begrenzt ist.

Nach einigen Stunden kräftezehrenden Wanderns wurde es Zeit, ein Nachtlager zu errichten. Unser Moderator baute sich einen schützenden Unterschlupf aus Ästen und Laub, um der kalten Nacht zu trotzen. Gar nicht so einfach – und mit der Dunkelheit wurden die Tiere wach. Von allen Seiten wurden unheimliche Geräusche laut. Auf eine unruhige Nacht folgte ein karges Frühstück aus Beeren, Wegerich und Löwenzahn, denn Nahrung liefert bei dieser Erfahrung allein die Natur.

Kurz vor Ablauf des Ultimatums und am Ende seiner Kräfte gelangte Ranga Yogeshwar trotz aller Widrigkeiten doch noch ans Ziel.

Der deutsche Wald ist es wert, wiederentdeckt zu werden – in Zukunft aber auch für Ranga Yogeshwar als Ort der Ruhe und Erholung.

Letzte Änderung am: 25.06.2009, 15.21 Uhr

Mann schaut auf Testbild Sendetermine

15. Januar 2012
20:15 Uhr, MDR
Wiederholung vom 5. August 2010

19. Januar 2012
20:15 Uhr, HR
Wiederholung vom 11. August 2011

21. Februar 2012
20:15 Uhr, NDR
Wiederholung vom 1. Juli 2010

4. März 2012
20:15 Uhr, MDR
Wiederholung vom 26. August 2010

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