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Thema 8 Völlig schwerelos - Selbstversuch Parabelflug

aus Die Große Show der Naturwunder vom Donnerstag, 3.7.2008 | 20.15 Uhr | Das Erste

Ohne die Schwerkraft wäre ein Leben wie wir es kennen überhaupt nicht möglich. Der Wecker würde morgens irgendwo im Raum klingeln, das Aufstehen funktionierte gar nicht, da wir keinen Fuß auf den Boden bekämen. Beim Zähneputzen müssten wir das Wasser in Form von geschlossenen Kugeln einfangen, um es überhaupt nutzen zu können. Und auch das Kämmen der Haare wäre weitestgehend sinnlos.

Schwerelosigkeit ein Phänomen das nur über Bilder, Videos und Berichten von Astronauten bekannt ist. Wie wirkt die Schwerelosigkeit auf den Körper eines Menschen und wie verhalten sich Dinge des Alltags?

Um das für die Zuschauer der Show herauszufinden ging Ranga Yogeshwar in die Luft. Er nutzte die einmalige Gelegenheit, sich selbst der Schwerelosigkeit bei einem Parabelflug auszusetzen und Experimente unter diesen Bedingungen durchzuführen.

Parabelflüge bieten Forschern und Wissenschaftlern eine Möglichkeit Schwerelosigkeit herzustellen, ohne dabei ins All reisen zu müssen. Ein spezielles Flugzeug des Typs A300 "Zero-G" fliegt dabei in steilem Bogen auf bis zu 8500 m Höhe. Anschließend "fällt" das Flugzeug im Sturzflug 2200 m in Richtung Erde. Während dieser etwa 22 sekündigen Flugphase herrscht im gesamtem Flugzeug Schwerelosigkeit. Die Flugbahn entspricht der einer Parabel - daher die Bezeichnung.

Dieses Manöver wurde bei Rangas Selbstversuch 31 Mal wiederholt - ausreichend Zeit um verschiedene Experimente und Untersuchungen durchzuführen und den Zustand der Schwerelosigkeit wahrhaftig zu erleben.

Ranga brachte u.a. einen Plexiglas-Behälter mit Fliegen und Schmetterlingen und einen mit Helium gefüllten Ballon zu Versuchszwecken mit an Bord.

Faszinierend zu beobachten: Die Fliegen trudelten trotz ihrer sonst so bestechenden Flugleistung und Reaktion in der Schwerelosigkeit unkoordiniert umher. Durch die veränderten Gravitations- bedingungen reichten minimale Flügelbe- wegungen aus, um die Richtung zu ändern. Ein kontrollierter Flug durch das Erlernen der neuen Bedingungen war ihnen in der Zeit von 22 Sekunden nicht möglich.

Auch der Helium-Ballon brachte uns zum Staunen. Ganz entgegen des gewohnten Effekts, dass Helium leichter ist als Luft, und der Ballon somit nach oben steigt, sank der Ballon in der Schwerelosigkeit in Richtung Boden! Ein vollkommen unerwartetes Verhalten, für das die Wissenschaft bisher keine eindeutige Antwort hat.

Letzte Änderung am: 05.06.2008, 00.00 Uhr

Mann schaut auf Testbild Sendetermine

10. Juni 2012
20:15 Uhr, MDR
Wiederholung vom 1. September 2011

4. Juli 2012
20:15 Uhr, RBB
Wiederholung vom 11. August 2011

11. Juli 2012
20:15 Uhr, RBB
Wiederholung vom 1. September 2011

19. Juli 2012
20:15 Uhr, im Ersten

16. August 2012
20:15 Uhr, im Ersten

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