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Thema 1 Selbstversuch Moor

Die große Show der Naturwunder vom Donnerstag, 27.9.2007 | 20.15 Uhr | Das Erste

Kann man in einem Moor wirklich versinken? Dieser Frage ging Ranga sprichwörtlich auf den Grund und begab sich ins Teufelsmoor, eines der letzten Moore in Deutschland.

Das Moor ist ein Ort unheimlicher Mythen und Legenden. Im Mittelalter waren Moore schwer zu durchqueren und galten als nicht nutzbar. Es entstanden Geschichten von Geistern und Hexen. Beim Thema Moor hat man sofort ein Bild vor Augen: Eine kalte, von Nebelschwaden umwitterte Landschaft, in der Menschen und Tiere spurlos verschwinden. Alleine in Deutschland fand man bis heute rund 600 Moorleichen, deren Todesursache jedoch meist ungeklärt bleibt.

Die Faszination des Moores liegt auch in seiner Entstehung. Moore sind ökologische Übergangszonen zwischen Land und Wasser. Sie entstehen durch einen enormen Wasserüberschuss, der zum Beispiel durch ständige Niederschläge hervorgerufen wurde. Die Folge ist ein Sauerstoffmangel, der zu einem unvollständigen Abbau von Pflanzenresten führt, die sich dann als Torf ablagern. Durch die Anhäufung von Torf wächst die Oberfläche von Mooren in die Höhe. Moore beherbergen unzählige Pflanzen- und Tierarten, die durch ihre Seltenheit besonders schützenswert sind.

Das Moor hat keinen festen Boden, sondern eine zugewachsene Wasserfläche, die bei jedem Schritt nachzugeben scheint. Doch in der dünnen Schicht, die auf einer wässrigen, schlammigen Unterlage liegt, gibt es an lokalen Stellen Löcher. Gerade diese schwer wahrnehmbaren Schlammlöcher gelten als extrem gefährlich. Aber wie gefährlich ist es nun tatsächlich, wenn man aus Versehen an einer unsicheren Stelle einsinkt? Kann Ranga sich selbst befreien oder braucht er Hilfe?

Diese Herausforderung nahm der Moderator an und machte sich in den frühen Morgenstunden, gesichert durch ein Seil, auf den schwankenden Weg in das Moor. Das Moorwasser kann schon direkt unter der Oberfläche extrem kalt sein, und deswegen sicherte sich Ranga mit einem Trockenanzug vor einer gefährlichen Unterkühlung. An einer geeigneten Stelle begab er sich in ein Moorloch und verliert den Boden unter den Füßen. Schon nach kurzer Zeit versank er vollkommen im Schlamm.

Natürlich ist das Moor tückisch und gefährlich - aber Rangas vollständiges Versinken war ein reiner Film-Effekt. Tatsächlich tauchte sofort wieder auf und konnte sich durch Strampeln ans rettende Ufer kämpfen und an den Gräsern herausziehen. So kommt der Moderator zu der Überzeugung: Einfach versinken oder gar nach unten gezogen werden kann man im Moor nicht. Sofern man nicht eine Unterkühlung erleidet, muss das Moor keine tödliche Falle sein.

Die Realität widerspricht also den Bildern aus den schaurigen Kriminal- und Horrorfilmen, in denen Menschen hilflos im Moor versinken, in unserer Phantasie bleiben sie dennoch spannend.

Letzte Änderung am: 26.09.2007, 00.00 Uhr

Mann schaut auf Testbild Sendetermine

24. Juli 2014, 20:15 Uhr
im Ersten
(00:20 Uhr Wiederholung)

31. Juli 2014, 20:15 Uhr
im Ersten
(00:20 Uhr Wiederholung)

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