SENDETERMIN Sa, 23.6.2012 | 18.15 Uhr

Erfolgsmodell Kumpan

Elektroroller aus Remagen

Schick wie einst, aber mit Elektroantrieb: der Kumpan, das E-Roller-Erfolgsmodell der drei Brüder Daniel, Patrik und Philipp Tykesson. Die Seitenschwingen, die Frontverkleidung, Chrom sind beim Kumpan im typischen 1950er-Jahre-Stil designt. Voll das 21 Jahrhundert aber die Technik: Scheibenbremsen, Leichtbau und ein Elektromotor, der 2000 Watt leistet. Höchstgeschwindigkeit: 45 Stundenkilometer. Reichweite bis 60 km. So weit zu fahren kostet gerade mal 40 Cent an Stromkosten. Der Preis: 2800 Euro.

„Der Kumpan soll zum einen einzigartig sein, durch sein Design zum anderen aber auch Massentauglich. Sprich: die Leute möchten E-Mobilität erleben und das können sie nur wenn er erschwinglich ist und das ist ein Ziel gewesen. Aber vor allem diese Lebensfreude und dieser Fahrspaß durch den Elektrischen Antrieb. Wenn man mit dem Kumpan fährt, dann ist es wirklich wie auf dem Segelboot, man gleitet quasi durch die Gegend und das mit Stil.“, sagt Philipp Tykesson.

In Remagen wird entworfen, an Details gefeilt, das Gesicht der Marke geprägt. Einerseits Neu und doch klar erkennbar inspiriert von den Anfängen des Rollers. Dieser Wiedererkennungswert ist beabsichtigt und Leitlinie im Haus. Produziert wird der Kumpan allerdings in China. Die Endfertigung, und der letzte Feinschlief erfolgt dann wieder in Remagen. Das hat System: Zwar wird die Produktion in China ständig begleitet, von einem der Brüder und vom TÜV Rheinland, aber so ganz aus der Hand will man die Fertigung nicht geben. Selber zu schrauben ist wichtig um technologische Herausforderungen zu erkennen und Probleme zu lösen.

Die neueste Entwicklung: ein Roller mit entnehmbaren Batterieelementen. Die können einzeln aufgeladen werden, auch Zwischenladungen sind möglich. In wenigen Jahren wird es vielleicht sogar selbstverständlich sein, überall, auch beim Lieblingsitaliener, mal kurz nachzuladen. Bis so ein Eis geschleckt ist, reicht dann die Energie aus der Steckdose allemal für die Heimfahrt. (Text: Hubertus Fuchß).

Stand: 08.06.2012, 23.11 Uhr