aus der Sendung vom Donnerstag, 24.11.2011 | 23.15 Uhr | SWR Fernsehen
„Weihnacht im Schnee - Ostern im Klee.“ Während die heutigen Wetterprognosen eine Wissenschaft für sich sind, mussten sich die Menschen früher auf Bauernregeln verlassen. Eine Foto-Ausstellung in Winterthur entführt in die Zeit, als die Wetterprognose noch reine Glückssache war.

"Wolkenfotografien" von Ralph Abercromby, 1884-1888
Anhand der Formen der Wolken lässt sich erkennen, welche unsichtbaren Kräfte den Zustand der Atmosphäre bestimmen, ebenso wie man im menschlichen Gesicht Stimmungen und Gemütslagen lesen kann.
Diesen Vergleich zog der englische Apotheker und Meteorologe Luke Howard bereits 1803 in seinem Entwurf einer Klassifikation der Wolkenformen.
Achtzig Jahre später waren sich die Meteorologen noch immer uneinig, die Formen der Wolken richtig einzuteilen, zu benennen und zu lesen. Damals bedienten sich Wissenschaftler erstmals der Fotografie. Sie versuchten mit präzisen und naturgetreuen Bildern Aufschluss über das Zusammenspiel von Wolken und Atmosphäre zu bekommen.

Albert Riggenbach "Cumulus", Basel, um 1895
Die Ausstellung „Wolkenstudien – Der wissenschaftliche Blick in den Himmel“ im Fotomuseum Winterthur macht die Entwicklung der meteorologischen Wolkenfotografie von den 1880er Jahren bis zu den Aufnahmen der ersten Wettersatelliten aus den 1960er Jahren sichtbar.
Eine Schau, wie gemacht für "Wetterfrösche" wie Sven Plöger. Wir haben den Diplom-Meteorologen getroffen und mit ihm über das Phänomen „Wolken“ gesprochen.
Ausstellung 26. November bis 12. Februar 2012
WOLKENSTUDIEN – Der wissenschaftliche Blick in den Himmel
Grüzenstrasse
44+45
CH-8400
Winterthur
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 11-18 Uhr
Mittwoch: 11-20 Uhr
Montag: geschlossen
Letzte Änderung am: 21.10.2011, 23.32 Uhr