aus der Sendung vom Donnerstag, 8.12.2011 | 23.15 Uhr | SWR Fernsehen
Sie spielen zwischen Nostalgie und Science Fiction. Fantastische Bildergeschichten im Retro-Look. Im „Steampunk“-Genre zählen Felix Mertikat und Benjamin Schreuder zu den Hoffnungsträgern des deutschen Comics. Wir haben die beiden in Ludwigsburg getroffen.

Ausschnitt Comic "Steam Noir - Das Kupferherz" Band 1
Krimi? Abenteuerroman? Science Fiction? Von allem ein bisschen - und das Ganze im Stil des Viktorianischen Zeitalters: Was in den 80ern als schräge Literatur für Insider begann, erobert inzwischen die Kinos – und eine wachsende Comic-Gemeinde.
Zu den Stars der Szene gehören Felix Mertikat (Zeichnungen) und Benjamin Schreuder (Text), die für ihr Comic-Debüt „Jakob“ 2010 als beste Newcomer auf der Frankfurter Buchmesse ausgezeichnet wurden. Jetzt haben die beiden Absolventen der Ludwigsburger Filmakademie mit dem ersten Heft der insgesamt vierteiligen Comic-Saga „Steam Noir“ nachgelegt, und sie überzeugen erneut. „Das Kupferherz“ spielt auf Landsberg, einer imaginären Welt im Äthernebel. Das Ermittler-Team um Heinrich Lerchenwald will nicht nur den Mörder eines kleinen Mädchens finden, dessen Leiche vor Jahren in einen Hauskamin eingemauert und nun entwendet wurde – sondern auch dessen Seele.
Die Idee habe ich 14 Jahre mit mir herumgetragen
, sagt Felix Mertikat über die Gesichte, die auf dem von ihm mitentwickelten Internetspiel „Opus Anima“ basiert. Dort kann man in verschiedene Rollen schlüpfen und auf „Seelensuche“ gehen.
"Steam Noir" ist eine Erzählung in vier Teilen. Band 2 ist für Sommer 2012 geplant.
Letzte Änderung am: 28.10.2011, 23.33 Uhr