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Ergreifend und sehr lebensnah Andreas Dresens neuer Film "Halt auf freier Strecke"

aus der Sendung vom Donnerstag, 10.11.2011 | 23.15 Uhr | SWR Fernsehen

Die Diagnose ist niederschmetternd: Frank, verheiratet und Vater zweier Kinder, hat einen inoperablen Gehirntumor. Plötzlich wird die Familie mit dem Sterben konfrontiert. Andreas Dresen hat mit „Halt auf freier Strecke“ erneut einen mutigen und sehr ergreifenden Film gedreht. Ab 17. November im Kino.

Frank (Milan Peschel) und Simone (Steffi Kühnert) mit ihren Kindern Mika (Mika Nilson Seidel) und Lilli (Talisa Lilly Lemke)

Frank (Milan Peschel) und Simone (Steffi Kühnert) mit ihren Kindern Mika (Mika Nilson Seidel) und Lilli (Talisa Lilly Lemke)

Frank (Milan Peschel) und Simone (Steffi Kühnert) haben sich einen Traum erfüllt und leben mit ihren beiden Kindern in einem Reihenhäuschen am Stadtrand. Sie sind ein glückliches Paar, bis zu dem Tag, an dem Frank erfährt, dass er nur noch wenige Monate zu leben hat.

Geschichte der Extreme

Mit „Halt auf freier Strecke“ erzählt Andreas Dresen („Sommer vorm Balkon“, „Halbe Treppe“, „Wolke Neun“) eine Geschichte der Extreme und behandelt gleichzeitig ein Tabuthema. Auf fast dokumentarische Weise thematisiert er die Sprachlosigkeit und die Ängste der Familienmitglieder im Angesicht von Krankheit und Tod, den körperlichen Zerfall des Vaters und die Konflikte, die daraus entstehen. Eine besondere Authentizität erhält der Film, weil das medizinische Personal von echten Pflegern und Ärzten gespielt wird.

Lilli sitzt bei ihrem schwer kranken Papa

Lilli sitzt bei ihrem schwer kranken Papa

So richtig ist mir erst beim Drehen klargeworden, worauf ich mich da eingelassen habe, sagt Hauptdarsteller Milan Peschel über seine Rolle, die dem 43-Jährigen alles abverlangte. Freunde sagten mir im Nachhinein, ich sei doch etwas merkwürdig gewesen im Winter (bei den Dreharbeiten), so bedrückt.

Auch Andreas Dresen reagierte überraschend emotional. Wie bei der Anfangsszene, als die Diagnose gestellt wird: Der erste Take dauerte 40 Minuten und ich war erschüttert. Es war absurd, ich stand da, die Tonangel überm Kopf haltend, und es ging mir wie Steffi: mir kamen die Tränen…

Kurzinfo

Titel der Reihe:
"Halt auf freier Strecke"
Verlag:
Deutschland 2011
Regie:
Andreas Dresen
Darsteller:
Milan Peschel, Steffi Kühnert, Talisa Lilli Lemke, Mika Nilson Seidel, Ursula Werner, Otto Mellies
Länge:
110 Minuten
Veröffentlichung:
Kinostart. 17. November 2011


"Halt auf freier Strecke" – KINOTOUR mit Darstellern und/oder Regisseur

11.11. Osnabrück, Cinema Arthouse 19.00 Uhr, Milan Peschel
11.11. Freiburg, Friedrichsbau Kino 21 Uhr, Andreas Dresen
13.11. Münster, Cinema 13 Uhr, Andreas Dresen und Milan Peschel
13.11. Ludwigsburg, Scala 17 Uhr, Steffi Kühnert, Peter Rommel
13.11. Bielefeld, Lichtwerk 17.30 Uhr Andreas Dresen, Milan Peschel
13.11. Stuttgart, Delphi 19.30 Uhr, Steffi Kühnert, Peter Rommel
14.11. Lüneburg, Scala 19 Uhr, Milan Peschel
14.11. Konstanz, Scala 20 Uhr, Peter Rommel
15.11. Potsdam, Thalia 20 Uhr, Andreas Dresen, Steffi Kühnert, Peter Rommel
16.11. Berlin, Kino International 20 Uhr, Andreas Dresen, Steffi Kühnert, Milan Peschel, Peter Rommel
17.11., Essen, Lichtburg 20 Uhr, Andreas Dresen, Peter Rommel, Milan Peschel
18.11. Hamburg, Abaton 15.30 Uhr Andreas Dresen, Michael Peschel
19.11. Dresden, Programmkino Ost 20 Uhr, Andreas Dresen
20.11. Halle, Lux 17 Uhr, Andreas Dresen, Steffi Kühnert
20.11. Leipzig, Passage 20 Uhr, Andreas Dresen, Steffi Kühnert

Ich gebe zu, dass mir das nicht immer leicht gefallen ist. Dass es manchmal Momente gab, die so bedrückend waren, dass ich lieber aufgehört hätte, sagt Andreas Dresen. Aber alles in allem bin ich sehr dankbar. Es klingt zwar banal, aber wenn man so etwas dicht an sich ran lässt, sieht man das Leben mit anderen Augen und weiß Dinge mehr wertzuschätzen.

Letzte Änderung am: 30.09.2011, 23.35 Uhr

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