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Alles auf Schwäbisch Wie "dodokay" die Welt synchronisiert

aus der Sendung vom Donnerstag, 26.1. | 23.15 Uhr | SWR Fernsehen

Auf dieser Welt schwätze viel zu viele Leit in irgendeiner undeutliche Sprach, sagt Dominik Kuhn alias „dodokay“. So hat der Reutlinger angefangen, sich eine „Welt auf Schwäbisch“ zu basteln. Mit seinen neu vertonten Videos von Barack Obama & Co genießt er im Netz längst Kultstatus.

Dominik Kuhn alias "dodokay"

Dominik Kuhn

Mir ham die schärfschte Chicas aus unsrer City mitbracht!... John Wayne als Stuttgarter Jogi Häberle. Kiefer Sutherland als Jürgen Bauer und Barack Obama, der sich im breiten Dialekt über Fahrräder im Treppenhaus mokiert. Der Reutlinger Komiker Dominik Kuhn hat sich „Die Welt auf Schwäbisch“ zu seinem Auftrag gemacht und mit seinen Videos eine riesige Fangemeinde erobert.

Angefangen hat alles 2005, als er eine Szene aus der legendären TV-Serie „24“ in schwäbischem Dialekt vertonte und auf YouTube veröffentlichte. Seit damals lacht sich das Land über die Filmchen schlapp und klickt: über zwei Millionen die Berliner Obama-Rede, rund 750.000 das Cowboy-Video mit John Wayne und: fast vier Millionen den Starwars-Clip „Virales Marketing im Todesstern Stuttgart“.

Egal, ob Kuhns Protagonisten über Laugeweckle und Apfelschorle sinnieren oder im Bundestag eine heftige Debatte über gelben Sprudel entsteht – Vorbereitung ist für den 42-Jährigen ein Fremdwort: Ich sehe das Bild und schwätz‘ einfach drauf los.

Reich ist Dominik Kuhn mit seinen Videos zwar nicht geworden, doch einen Namen hat er sich allemal gemacht. Er schreibt Bücher, hat über 50 Star-Wars-Bücher ins „Hochdeutsche“ übersetzt, und er ist ein gefragter Dialekt-Coach. So hat er Schauspieler wie Heino Ferch und Christian Ulmen auf ihre schwäbischen Rollen vorbereitet.

Letzte Änderung am: 23.01.2012, 18.06 Uhr