aus der Sendung vom Donnerstag, 19.1. | 23.15 Uhr | SWR Fernsehen
Witzig, schlagfertig, aktuell und stets mit einem schwäbisch-schelmischen Augenzwinkern. So wurde Christoph Sonntag zu einem der beliebtesten Kabarettisten im Ländle. Wir haben den sympathischen Schwaben in Heilbronn bei den Proben zur neuen Tour getroffen.

Christoph Sonntag
Früher bist du nach 22 Semestern morgens um 14.30 Uhr aufgewacht und hast gedacht: Ich glaube, Sozialpädagogik ist nichts für mich, ich probier’s mal mit Architektur….
Mit seiner pointenreichen Nostalgie-Show „Alte Zeiten, neue Zeiten“ lässt Christoph Sonntag Vergangenheit und Gegenwart durch seine kabarettistische Zeitmaschine laufen. Wie war das Erwachsenwerden früher im Vergleich zu heute? Wie funktionierte die Kommunikation einst und jetzt? Ein Erfolgsprogramm mit dem der 50-Jährige den „Nerv der Zeit“ trifft. Schließlich war es „früher doch auch nicht so schlecht“, so Sonntag. „Die Vergangenheit wird im Nachhinein ein bisschen verklärt, weil sie berechenbar wird, weil sie schon hinter uns liegt. Das ist der philosophische Hintergrund…“
Woran merkt ein Mann, dass seine biologische Uhr tickt? Schweinische Gedanken kommen ihm nur noch beim Metzger…
Der Wunsch Kabarettist zu werden, keimte in ihm, nachdem er als 15-Jähriger bei einer Vorstellung von Matthias Richling war. Seinem Vater zuliebe hat Sonntag nach dem Abitur zwar ein Studium für Landschaftsarchitektur absolviert, sich dann aber auf das Kabarett konzentriert, mit Erfolg: Nach ein paar Wochen kam dann das erste Angebot vom damaligen Sender SWF 3.
Seither hält er den Baden-Württembergern und dem Rest des Landes mit seinem messerscharfen Witz den Spiegel vor.
Kreativ ist der gebürtige Waiblinger auch abseits des Kabaretts. Elf Bücher hat er mittlerweile veröffentlicht. Außerdem unterstützt Christoph Sonntag mit seiner „Stiphtung“ diverse Natur- und Umweltschutzaktionen, wie etwa die Rettung des Stuttgarter Max-Eyth-Sees.
Letzte Änderung am: 16.01.2012, 18.07 Uhr