aus der Sendung vom Freitag, 13.3.2009 | 23.30 Uhr | SWR Fernsehen
Zum ersten Mal stellt Markus Brock in seiner Reihe "Museums-Check" ein Ausstellungshaus außerhalb unseres Sendgebiets vor. Er ist nach Köln gefahren, um das Kunstmuseum des Erzbistums Köln, das "Kolumba", unter die Lupe zu nehmen.
Graue Wände aus Backstein und Lehmputz, ein weißer Terrazzoboden, der sich durch alle Stockwerke zieht, Fensterrahmen und Türen aus Stahl, Wandvertäfelungen und Möbel aus Holz und Leder... Im September 2007 wurde das puristisch anmutende Kunstmuseum Kolumba des Erzbistums Köln eröffnet. Entstanden ist es nach den Plänen des Schweizer Architekten Peter Zumthor, der sowohl für seine profanen als auch für seine sakralen Bauten bekannt ist.

Im Januar wurde das Haus als „bestes Bauwerk 2008“ ausgezeichnet. Doch es besticht nicht nur durch seine eigenwillige Architektur und seine ungewöhnliche Materialien. Auch das Ausstellungskonzept hat Seltenheitswert: alte und zeitgenössische Kunst werden hier nicht getrennt voneinander präsentiert, sondern bewusst gegenübergestellt.
Dass Markus Brock von der Zumthor'schen Architektur begeistert ist, war eigentlich zu erwarten. Für ihn selbst überraschend war allerdings seine Faszination für die Ausstellung; die Mischung aus sakraler und moderner Kunst, das Fehlen jeglicher Hinweisschilder auf die Künstler, der Raum, den die Werke hier einnehmen dürfen und das Spiel aus Licht und Schatten haben ihn überzeugt. Das Kolumba ist etwas ganz Besonderes, ein Museum, das die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart aufhebt.
Aktuelle Ausstellung
14. September 2008 bis 31. August 2009
»Der Mensch verlässt die Erde«
Das zweite Jahr im Neubau
Kolumbastraße 4
50667
Köln
Öffnungszeiten:
täglich außer dienstags 12-17 Uhr
Letzte Änderung am: 30.01.2009, 23.59 Uhr