aus der Sendung vom Donnerstag, 23.2. | 23.15 Uhr | SWR Fernsehen
Farbenfreude, Fantasie und Frauen. Darum dreht sich das Werk von William Copley. Bis 10. Juni zeigt das Museum Frieder Burda in Baden-Baden eine Retrospektive des amerikanischen Malers mit rund achtzig Gemälden aus fast fünf Jahrzehnten. Viele sind erstmals in Deutschland zu sehen.

Ich scheine dazu verdammt zu sein, die Tragödie zwischen Mann und Frau zu erkunden
, sagte William Copley (1919-1996) einmal über sich selbst. Dass er auf dieser „Forschungsreise“ kein Kind von Traurigkeit gewesen ist, sieht man seinen Bildern an. Farbenfrohe Fantasie, Ironie und Hintersinn kennzeichnen sein Werk.
Dabei trägt Copleys Vita auch ernste Züge: als Findelkind von schwerreichen Eltern adoptiert, fühlte er sich nie wirklich zuhause in der Welt des Wohlstands und befasste sich Zeit seines Lebens mit dem Thema Herkunft. Mit Anfang 30 beschloss Copley, Künstler zu werden und malte was und wie er wollte. Ein Autodidakt, der sich, dank seiner finanziellen Situation, nach keiner Galerie und keiner Schule richten musste und mit seiner Kunst zum Vermittler zwischen Surrealismus und Pop-Art wurde.
Möglich wurde die umfassende Retrospektive vor allem durch die Leihgaben der Familie Copley. Wir haben mit Copleys Tochter Claire und Sohn Billy, die den Nachlass verwalten, einen Rundgang durch die Ausstellung gemacht.
Ausstellung bis 10. Juni 2012
COPLEY
Lichtentaler Allee
8b
76530
Baden-Baden
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 - 18 Uhr
Montag geschlossen, außer an Feiertagen
an allen Feiertagen geöffnet, außer 24.12. und 31.12.
Letzte Änderung am: 13.01.2012, 23.17 Uhr