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Prof. Hermann Staats, Jörn Teich, Ingrid Beck und Michael Steinbrecher (Moderation) (v.li.)

SENDETERMIN Fr, 23.9.2016 | 22:00 Uhr | SWR Fernsehen

Sendung am 23. September 2016 Leben mit der Angst

Ängste gehören zum Leben. Doch was, wenn sie außer Kontrolle geraten und beginnen, das Leben zu bestimmen? Die Sorge um Menschen, die wir lieben, die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes oder die Furcht vor Krankheiten und dem Tod – in unserem modernen Leben gibt es immer wieder Situationen, die uns Angst machen.

Das urmenschliche Gefühl der Angst kann uns auf Gefahren hinweisen und lebensrettend sein. Es kann jedoch auch ins Gegenteil umschlagen. Rund 15 Prozent der Menschen in Deutschland haben einmal im Laufe ihres Lebens eine Angststörung. Angst ist noch vor Depression die häufigste psychische Erkrankung.

Gerade unter großem Stress, nach erschütternden Erlebnissen oder in tiefgreifenden Lebenskrisen nehmen Ängste überhand, lassen sich nicht mehr abschütteln und werden zum ständigen Begleiter.

Betroffene beginnen ihr Leben einzuschränken, vermeiden Situationen, in denen Angst auftreten könnte. Es entsteht eine Spirale der Angst, aus der sie nur schwer wieder herausfinden. Im NACHTCAFÉ spricht Michael Steinbrecher mit Menschen, die unter Ängsten leiden und einen Weg gefunden haben, damit umzugehen.

Die Gäste:

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Herbert Feuerstein

Portrait von Herbert Feuerstein

Herbert Feuerstein

Herbert Feuerstein kennt man vor allem als Spaßvogel. Doch es gibt auch eine andere Seite des Journalisten und Entertainers. „Angst ist die dunkle Materie meines Bewusstseins. Unmessbar, aber übermächtig steuert sie mein Leben“, verrät Feuerstein, der seit seiner Kindheit mit Ängsten und Phobien kämpft.


Ulrike Parthen

Portrait von Ulrike Parthen

Ulrike Parthen

Auch Ulrike Parthen wird seit vielen Jahren von Ängsten und Panikattacken heimgesucht. Weil Ärzte und Therapien ihr nicht weiterhelfen konnten, war sie vor zwei Jahren schon so weit, ihr Leben aufzugeben. Eine neue Liebe rettete sie. „Ich werde die Ängste nicht los werden, bin aber bestrebt, so viel Lebensqualität wie möglich zu haben“, sagt Parthen.


Petra Thomas

Portrait von Petra Thomas

Petra Thomas

Petra Thomas war gerade mal 31 Jahre alt, als die Ärzte bei ihr Darmkrebs diagnostizierten. Seit drei Jahren kämpft sie nun mutig gegen die Krankheit und die Ängste, die diese mit sich bringt. „Inzwischen ist meine Angst nicht, dass ich sterbe, sondern dass ich leiden muss“, sagt Thomas.


Jörn Teich

Portrait von Jörn Teich

Jörn Teich

„Früher war ich ein Draufgänger, heute habe ich mich um 180 Grad gedreht“, sagt Jörn Teich. Als er am 24. Juli 2010 mit seiner Tochter dem bunten Treiben bei der Love-Parade in Duisburg zuschaute, geriet er mitten hinein in die Massenpanik. Ein Erlebnis, das ihn nicht mehr loslässt. Bis heute leidet er an einer posttraumatischen Belastungsstörung und an Angstattacken.


Ingrid Beck

Portrait von Ingrid Beck

Ingrid Beck

Bei Ingrid Beck war es ein Mann, der sie in Todesangst versetzte und sie beinahe in den Selbstmord trieb. Was als Internet-Bekanntschaft begann, entwickelte sich schnell zu Stalking und Psychoterror: „In einer Nacht hab ich gedacht der bringt mich um!“, erinnert sich Beck. Mit Hilfe der Polizei schaffte sie es schließlich, sich zu befreien. Heute steht sie anderen Stalking-Opfern bei.


Prof. Dr. med. Hermann Staats

Portrait von Prof. Hermann Staats

Prof. Hermann Staats

„Typisch für Angsterkrankungen ist, dass Menschen sich nicht mehr zutrauen, bestimmte Dinge zu tun, die für ihre Alltagsbewältigung notwendig sind“, sagt Prof. Dr. med. Hermann Staats. Der Angstforscher und Psychotherapeut hilft in seiner Praxis Menschen, mit ihren Ängsten umzugehen.

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