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Fernsehen im SWR

Nachtcafé Keine Angst vor starken Frauen!

Sendung vom Samstag, 23.4.2011 | 12.20 Uhr | SWR Fernsehen

Ist es der Erfolg im Beruf oder ein ruhiges Händchen im Familienalltag? Ist es die Entschlossenheit im Umgang mit den Herren der Schöpfung, oder eher die Raffinesse, sich im richtigen Moment zurück zu nehmen?

In welchen Bereichen Frauen ihre Stärken ausspielen, kann höchst unterschiedlich sein: Ob nun als Politikerin an der Spitze eines Landes, als Mutter in schlaflosen Nächten am Kinderbett, als Managerin im rauen Geschäft internationaler Großkonzerne oder als femme fatale, die nicht mit ihren Reizen geizt.

Während Frauen früher ihre Stärke in der Anpassung an männliche Gepflogenheiten sahen, setzen sie heute auf weibliche Akzente und kämpfen gegen Klischees und Rollenbilder. Doch nicht jeder freut sich über diese Entwicklung: Einigen geht die Frauenquote zu weit, manche Männer fürchten sich sogar vor der selbstbewussten Weiblichkeit und wünschen sich die klassische Rollenverteilung zurück.

Die Gäste:

„Frauen wollen frei und gleich sein? Dann brauchen sie ein Pfund Mut statt einer Tonne Ausreden.“ Nach Meinung von Bascha Mika hat die moderne Frau ein unterentwickeltes Kämpfer-Gen, fürchtet sich vor den Herausforderungen der Geschäftswelt und flüchtet sich deshalb in die traditionelle Mutterrolle. Die Frauenquote ist für die Feministin eine Notwendigkeit, die den Frauen den Aufstieg erleichtert.


Für Michael Klonovsky genießen Frauen schon jetzt zu viele Privilegien in unserer Gesellschaft. Nach Meinung des Autors ist das Frauenbild rein positiv besetzt, während Männer für alles Schlechte verantwortlich gemacht werden. In der aktuellen Diskussion befürchtet er eine Aufweichung der Geschlechterrollen: „Die Frauen sollten sich auf das besinnen, was nur sie können, nämlich Kinder zu kriegen.“


Wie sich beides, Familie und Karriere miteinander in Einklang bringen lässt, weiß Dr. Martina Münch: Die brandenburgische Wissenschaftsministerin und stellvertretende SPD-Landesvorsitzende ist auch Mutter von sieben Kindern: „Job und Familie lassen sich kombinieren, wenn man sich von den Idealbildern im Kopf verabschiedet.“


Für Annina Ucatis liegt ihr Erfolgsrezept in der Betonung weiblicher Formen: Bereits mit 18 Jahren ließ sie sich ihre Brust vergrößern, es folgten aufgespritzte Lippen und Botox-Behandlungen. Heute hat die Blondine ihre Oberweite zum Markenzeichen erklärt und bezeichnet sich selbst als Kunstfigur und starke Frau: „Ich stehe mit beiden Beinen im Leben, bin unabhängig, zielorientiert und willensstark – und Männer reagieren auf meine Reize.“


Willensstärke brauchte auch Konstanze Kuchenmeister: Als der Mutter von vier Kindern die Diagnose Krebs gestellt wurde, sah sie dem Tod ins Auge – und dachte nur an ihre Kinder: „Für sie musste ich leben, sterben kam für mich nicht in Frage.“






Catherine von Fürstenberg-Dussmann hielt ihrem Mann jahrelang als Ehefrau und Mutter den Rücken frei. Nach seinem Schlaganfall trat sie jedoch buchstäblich über Nacht an die Spitze der Dussmann-Gruppe und überraschte damit nicht nur die Öffentlichkeit: „Mein Mann hat mir das nie zugetraut. Er hat mich immer Mama genannt – ich sollte lieber Cookies backen und auf das Zuhause aufpassen“.

An der Bar:

Sandra Köppen-Zuckschwerdt ist eine starke Frau im wörtlichen Sinn: Die mehrfache Weltmeisterin im Sumo-Ringen hat sich als erste Frau in einer sportlichen Männerdomäne durchgesetzt: „Mein Körpergewicht und meine Statur standen mir nie im Weg, ich habe das Beste daraus gemacht“, sagt die selbstbewusste Sportlerin.

Wieland Backes mit Sandra Köppen-Zuckerschwerdt

Wieland Backes mit Sandra Köppen-Zuckerschwerdt

Letzte Änderung am: 28.01.2011, 23.18 Uhr