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Fernsehen im SWR

Nachtcafé am 8. Januar Wie viel Leidenschaft braucht die Liebe?

Sendung vom Freitag, 26.8.2011 | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen

Die einen sehen den Sex völlig losgelöst von der Liebe, können da wunderbar trennen. Bei ihnen sorgt erst ein One-Night-Stand für ein Prickeln unter der Haut, Zuneigung und Treue sind für diese Art der Leidenschaft völlig fehl am Platz.

Für andere wiederum ist es völlig undenkbar, eine Bettgeschichte zu haben, ohne dass Gefühle mitspielen. Für sie sind tiefe, ehrliche Empfindungen und eine Vertrauensbasis Grundlage für eine spannungsgeladene Aufregung im Schlafzimmer.

Zum Leidenschaftskiller können allerdings auch die eigenen Kinder werden: Wenn keine Zeit für Zärtlichkeit bleibt, wenn nächtliche Bauchkrämpfe und tägliche Tobsuchtsanfälle an den letzten Nerven zehren, kann das für so manche Beziehung tödlich enden.

Wie kann eine jahrzehntelange Beziehung voller Leidenschaft bleiben? Gibt vielleicht erst die Dreiecksbeziehung den richtigen Kick? Oder kann eine Beziehung auch dann glücklich sein, wenn überhaupt kein Sex stattfindet?

Die Gäste:

Der Schauspieler Ulrich Pleitgen ist seit über dreißig Jahren mit seiner Frau Ann-Monika verheiratet und dabei glücklich wie am ersten Tag! Gemeinsam durchlebte das Paar Affären und auch jede Menge lautstarken Streit, denn das gehört für sie dazu. Eine Liebe ohne Sex kann sich der Wahl-Hamburger nicht vorstellen: „Wenn wir nur eine Stunde getrennt sind, habe ich schon Sehnsucht nach ihr.“


Silvio Wirth dagegen kann sich ein Leben ohne Sex nicht vorstellen. Leidenschaft in allen Facetten ist ihm so wichtig, dass der Tantralehrer mit seiner Partnerin ganz offen mehrere Nebenbeziehungen pflegt. „Die Polybeziehung ist sehr förderlich für das sexuelle Begehren. Es verlangt aber auch ein hohes Maß an offensiver Eigenarbeit, was Eifersucht oder Verlustängste anbetrifft.“


Dem DSDS-Finalisten Thomas Enns und seiner Frau, der Star-Search-Gewinnerin Florence Joy, war klar: Kein Sex vor der Ehe! Die überzeugten Christen wollten sich „das erste Mal“ für die wahre Liebe aufsparen. „Durch unseren Verzicht haben wir uns den Respekt füreinander bewahrt. Wir sehen die Sexualität als kostbares Geschenk“.


Nachdem eine langjährige Beziehung in die Brüche gegangen war, wollte Gerda Mahmens zunächst überhaupt nichts mehr von den Männern wissen. Schließlich begann sie ihre Sehnsucht nach Leidenschaft durch One-Night-Stands und kurze Affären zu stillen. Dabei bevorzugt die 55-Jährige verheiratete Männer und schätzt besonders die Unverbindlichkeit. „Ein One-Night-Stand ist wie eine Explosion und wie ein Wellness-Urlaub!“


Für Berit Brockhausen sind all diese Formen der Liebe denkbar. „Hauptsache beide sind glücklich“, ist die Überzeugung der Berliner Paar- und Sexualtherapeutin. Zu ihr in die Praxis kommen die Paare vor allem dann, wenn es im Bett kriselt und die Beziehung daran zu zerbrechen droht. Doch auch aus dieser Misere können Paare Auswege finden.

An der Bar:

Die verwitwete Rentnerin Rosemarie hatte mit der Liebe innerlich schon abgeschlossen, als eine Brieffreundschaft mit dem 13 Jahre jüngeren Amerikaner Craig Lloyd ihre Leidenschaft erneut entfachte. Drei Jahre schickten die beiden fast täglich Briefe hin und her, bis es zum großen Kennen lernen kam. Beide waren sofort Feuer und Flamme. Kurz darauf zog Rosemarie im Alter von 72 Jahren in die USA, schnell folgte die Hochzeit: „Es war Liebe auf den ersten Blick und ich bereue meinen Schritt keinen einzigen Tag!“

Letzte Änderung am: 28.11.2009, 00.48 Uhr

Sendezeit Freitags, 22.00 Uhr

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