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Redaktion: Matthias Schlott
Letzte Aktualisierung: 20.11.2009, 17.30 Uhr
Am südlichen Oberrhein kann der Bau von Rückhalteräumen für den Hochwasserschutz beginnen. Landesumweltministerin Tanja Gönner vollzog am Mittag den ersten Spatenstich im Bereich zwischen Weil am Rhein und Breisach. Solidarität war für Landesumweltministerin Tanja Gönner das Wort der Stunde. Denn in Südbaden werden Rückhalteräume geschaffen, damit der Rhein bei Hochwasser in Karlsruhe, Worms oder Köln nicht über die Ufer tritt. Das Land investiert allein am südlichen Oberrhein 130 Millionen Euro. Bei Hochwasser kann so zwischen Weil und Breisach eine Wassermenge, so groß wie die des Titisees zurückgehalten werden. Für den Rüchhalteraum bei Efringen-Kirchen wird dafür ein 90 Meter breiter Uferstreifen sechs Meter tiefergelegt. Einige Millionen Tonnen Aushub fallen dabei an, Erde und verkaufbarer Kies. Der Kies-Abtransport über eine Behelfsauffahrt der A5 macht Weils Oberbürgermeister Wolfgang Dietz Sorgen - wegen des Nadelöhrs am Autobahndreieck Weil am Rhein/Basel. Wenn der Rhein bei Hochwasser die Rüchhalteräume überschwemmt, werden dort eines Tages wieder Auenwälder wachsen - ganz im Sinne der Umweltschützer.
Stadtverwaltung und Gemeinderat stehen vor dem größten Finanzproblem seit Jahren. Nachdem die Gewerbesteuer von 52 Millionen Euro im Jahr 2008 auf die Hälfte eingebrochen ist, klafft allein im Entwurf des Verwaltungshaushalts für das Jahr 2010 eine Deckungslücke von knapp 20 Millionen Euro. Das könnte man ohne zusätzliche Neuverschuldung nicht bewältigen, sagte Villingen-Schwenningens Oberbürgermeister Rupert Kubon heute im SWR.
Vom größten Wettskandal im europäischen Fußball sollen nach bisherigen Ermittlungen auch in Deutschland 32 Partien betroffen sein. Für Dirk Dufner, den Sportdirektor des SC Freiburg eine hoch alarmierende Entwicklung. Allerdings funktioniere das Warnsystem. Dufner fordert, der Fußball müsse sich insgesamt stärker gegen Wettmanipulationen wehren. Wenn Fans das Gefühl hätten, dass jedes Spiel manipuliert sein könne, das sie im Stadion anschauen, dann hätte das fatale Auswirkungen, so der Freiburger Sportdirektor.
Mehrere Polizeistreifen haben am Nachmittag eine flüchtende Kuh wieder eingefangen. Das Tier war aus dem Schlachthof auf die Straße geflüchtet. Nach einer Verfolgung durch das Industriegebiet konnten mehrere Polizeiautos die Kuh umzingeln. Mit Lassoseilen gelang es Mitarbeitern des Schlachthofes das Tier schließlich zu bändigen. Die Kuh in Lebensangst hatte auf ihrer Flucht einen Beifahrerspiegel abgetreten und eine Tür eingedellt.