03.09.2010: Die Proteste gegen Stuttgart 21 halten an. Zehntausende S21-Gegner gehen in Stuttgart auf die Straße und ziehen durch die Innenstadt
Die Demonstranten zogen vom Mittleren Schlossgarten aus über eine Hauptverkehrsstraße und vorbei am Landtag zurück zum Schlossgarten
Die Zentrale Botschaft: K21 statt S21, Kopfbahnhof statt Tiefbahnhof.
Viele gaben ihrer Sorge um die Bäume im Schlosspark Ausdruck, die gefällt werden sollen.
Vor Demonstrationsbeginn hatten Aktivisten der Umweltschutzvereinigung "Robin Wood" zwei Bäume besetzt und verkündet, dort ein Baumhaus bauen zu wollen, um die Fällung zu verhindern.
Zur Abschlusskundgebung verwandelten die Teilnehmer den Schlosspark in ein Kerzenmeer.
Viele Demonstranten hatten Kerzen und Lampions mitgebracht
"Oben bleiben" ist eine der häufigsten Forderungen der S21-Gegner und steht für den Widerstand gegen die geplanten Tiefbahnhof
27. August: Mehrere zehntausend Menschen demonstrieren gegen das Milliarden-Bahnprojekt Stuttgart 21.
Zuerst versammeln sich die Menschen vor dem Hauptbahnhof ...
... danach marschieren sie zum Stuttgarter Landtag, dort bilden sie eine riesige Menschenkette.
Der Tenor der Proteste ist klar: "Kein Stuttgart 21!"
23. August: Drei als Politiker verkleidete Mitglieder der Aktionsgruppe "Jugendoffensive gegen S 21" stehen während der Montagsdemo vor dem Nordflügel des Stuttgarer Hauptbahnhofs. Um sie herum liegen auf dem Boden mit Ketchup beschmierte Mitaktivisten. Die jungen Leute wollen nach eigenen Angaben darauf aufmerksam machen, dass die Milliarden für das Bahnvorhaben den Jugendlichen bei der Bildung fehlen.
An den Protesten beteiligten sich an diesem Tag nach Angaben der Veranstalter 10.300 Menschen, die Polizei spricht von 6.000 Teilnehmern.
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) spricht zu den Menschen, die erneut vor dem Bahnhof ausharren. Er ist nicht das erste bekannte Gesicht unter den Gegnern des Bauvorhabens.
20. August: Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Renate Künast, schließt sich den Protesten drei Tage zuvor an.
Vorausgegangen ist ein Schweigemarsch unter dem Motto "Genug gesagt - nichts gehört". Tausende Menschen sind erneut auf der Straße, mit dabei auch ein als "Weiser aus dem Abendländle" verkleideter Demonstrant.
Anschließend versammeln sich die Stuttgart-21-Gegner zu einer Kundgebung auf dem Schlossplatz. Laut Veranstalter sind es 30.000 Menschen, die Polizei spricht von etwa 20.000.
Mittlerweile findet sich auch finanzielle Unterstützung für die Protestler. Biertrinken gegen Stuttgart 21 - in neun Szenekneipen und einem Bio-Supermarkt der Landeshauptstadt ist das Protestbier "Resist 21" erhältlich. Pro verkaufter Flasche gehen 21 Cent an den Naturschutzbund NABU.
19. August: Die Demonstranten sind längst ein alltägliches Bild geworden rund um den Bahnhof. Auch in dieser Nacht versammeln sich Protestgruppen vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof, um gegen dessen Teilabriss zu demonstrieren.
Um Mitternacht versuchen sie einem Radbagger die Einfahrt in das Baugelände mit einer Sitzblockade zu verwehren.
Die Polizei trägt rund 250 der Blockierer aus dem Weg.
So gelangt der Bagger mit ein bisschen Verspätung doch noch an seinen vorgesehen Arbeitsplatz.
Am frühen Morgen des 19. August wird das Großaufgebot an Beamten vor dem Hauptbahnhof wieder abgezogen.
Der Schauplatz der nicht abreißenden Proteste: der Stuttgarter Hauptbahnhof.
Dabei üben sie das richtige Verhalten bei einer Sitzblockade, unter anderem auch das "Weggetragen-Werden".
13. August: Auch mit einer Menschenkette rund um das Bahnhofsgelände verleihen tausende S21-Gegner ihrem Unmut Luft.
Mit Lichtern, Transparenten und dem Slogan "oben bleiben" protestieren sie friedlich gegen das milliardenschwere Bahnprojekt.
An dem folgenden Protestmarsch durch die Innenstadt beteiligen sich erneut mehrere tausend Demonstranten.
9. August: Ein alltägliches Bild vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof: Massenproteste der Stuttgart-21-Gegner.
7. August: An diesem Tag machen auch Bürger aus dem Stuttgarter Stadtteil Sillenbuch klar, was sie von Stuttgart 21 halten.
Der Stuttgarter Theaterregisseur Volker Lösch dirigiert seinen "Bürgerchor". Im Liedtext wird zur Strafanzeige gegen die Stuttgart 21-Verantwortlichen aufgefordert.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer spricht vor den Demonstranten. Für ihn ist es noch nicht zu spät, das Projekt zu stoppen.
Und der Schauspieler Walter Sittler gehört schon so gut wie zum festen Inventar bei den Protesten.
Ein überschriebenes Bauschild spricht aus, was viele der Demonstranten denken.