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EhingenSchlecker und IhrPlatz machen weiter

Die Drogeriemarktketten Schlecker und IhrPlatz werden uneingeschränkt weitergeführt. Das haben der vorläufige Insolvenzverwalter und das Unternehmen am Montag bekannt gegeben und betont, dass auch das Privatvermögen der Familie aufgebraucht sei. Die großen Lieferanten beliefern Schlecker auch wieder mit Waren.

Rettung der Drogeriekette Schlecker Landesschau Baden-Württemberg,  30.1.2012 | 3:42 min

Außerdem wurde gerichtlich entschieden, dass die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf den vorläufigen Insolvenzverwalter, Arndt Geiwitz, übergeht. Damit bestimmt er über die Geschäfte und das Vermögen der Familie Schlecker. Geschäftsführerin Meike Schlecker dementierte, dass die Familie noch größeres Vermögen habe. Das Geld sei bereits in die Sanierung des Unternehmens geflossen. "Es ist nichts mehr da", sagte die Geschäftsführerin.

Der Insolvenzverwalter sieht eine gute Substanz und will das Unternehmen mit möglichst vielen Filialen und Arbeitsplätzen erhalten. "Aus meiner Sicht gibt es einen guten Kern", sagte Geiwitz. Er betonte, dass die Insolvenz "in der Konsequenz die Privatinsolvenz von Anton Schlecker" bedeute. Wenn noch hundert Millionen im Schrank liegen würden, wäre es zu diesem Verfahren nicht gekommen, so Geiwitz.

Um den Fortbestand der Drogeriekette zu sichern, soll der vorläufige Insolvenzverwalter nun weitreichende Befugnisse bekommen. Zunächst könnten nun die Mieten der Läden bezahlt werden, da das Amtsgericht Ulm ihn zu einem so genannten starken vorläufigen Verwalter gemacht habe. Geiwitz sagte, aus seiner Sicht könne eine Rettung nicht funktionieren, wenn möglichst viele Geschäfte geschlossen würden. Die Nähe zum Kunden sei nun einmal das Geschäftsmodell.

Letzte Änderung am: 30.01.2012, 20.58 Uhr

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