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FreiburgUni-Besetzer stellen konkrete Forderungen

Mit ersten Grundsatzpapieren haben sich hunderte Studenten jetzt an Rektoren und Landesregierung gewandt. Seit Tagen schon besetzen sie Hochschulhörsäle an acht Universitäten in Baden-Württemberg.

Ein Sprecher der Besetzer in Freiburg erzählte gestern, man habe bis spät in die Nacht über die Papiere debattiert. Stundenlang diskutierten die Freiburger Studenten und verabschiedeten nach eigenen Angaben "basisdemokratische Forderungen" nach einer "freiheitlicheren Gestaltung der Studiengänge", einer hinreichenden Finanzierung der Hochschulen und Abschaffung von Gebühren. 

Auch die Anerkennung von Studienleistungen aus dem Ausland und das Anrecht auf einen weiterführenden Master- Abschluss waren Thema.

"Wir bleiben bis Weihnachten"

Die Blockaden an den Hochschulen laufen unterdessen weiter. Nach Angaben der Bildungsstreik-Organisatoren waren in der Nacht zum Donnerstag allein in Baden-Württemberg Hörsäle in Konstanz, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Stuttgart, Tübingen, Ulm und Weingarten (Kreis Ravensburg) besetzt. "Wir bleiben hier sicherlich bis Weihnachten", sagte ein Sprecher. Bundesweit seien bereits über 50 Universitäten besetzt.

Vielerorts signalisierten die Rektoren, dass sie in einigen Punkten einer Meinung mit den Studenten sind. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) lobte ein Sprecher der Protestler, dass die Uni-Leitung mit ihnen offen diskutiere. "Unsere Kritik wird gehört und teilweise auch geteilt." Vor allem bei der Forderung nach mehr Geld für die Hochschulen und nach einer besseren Organisation der Bachelor-Studiengänge zeigten viele Rektoren Verständnis.

Grüne fordern Debatte über Bildungspolitik

Die Landtagsfraktion der Grünen beantragte unterdessen, kommende Woche im Landesparlament über die Studierendenproteste zu debattieren. Vor allem die Umsetzungsfehler der so genannten Bologna-Reform mit Bachelor- und Master-Abschlüssen müssten schonungslos angesprochen werden.

Letzte Änderung am: 20.11.2009, 10.23 Uhr

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