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TübingenStudenten räumen Hörsaal-Foyer friedlich

Gestern Morgen haben rund 200 Studenten das Foyer eines Hörsaals friedlich geräumt, nachdem sie der Kanzler der Universität Tübingen dazu aufgefordert hatte. Die anwesende Polizei musste nicht eingreifen.

Bereits seit einer Woche hatten die Studenten einen Hörsaal besetzt. Am Mittwochabend verlas Rektor Bernd Engler eine Räumungsandrohung. Bis Mitternacht hatten die Studenten Zeit, ihre Besetzung aufzugeben. Nachdem sie im Foyer des Hörsaals weiter ausharrten, rückte die Polizei gestern Morgen mit etwa 100 Einsatzkräften an. Nach Aussage des Pressesprechers der Polizei Tübingen war der Einsatz aber völlig unproblematisch. Die Studenten verließen unter dem Druck der Polizeianwesenheit das Gebäude schließlich nach zwei weiteren Aufforderungen durch den Uni-Rektor.

Im Anschluss zogen sie durch die Innenstadt von Tübingen. Nach einer kleinen Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz löste sich die Versammlung auf.

Mangelnde Gesprächsbereitschaft

Der Uni-Rektor warf den Studenten mangelnde Gesprächsbereitschaft vor. Die Räumung durch die Polizei sei daher unumgänglich gewesen. Entgegen aller Vereinbarungen seien zuvor immer häufiger Vorlesungen gestört worden, sagte Uni-Rektor Bernd Engler.

Die Demonstranten hatten sich mit ihrer einwöchigen Aktion gegen die Studiensituation im Fachgebiet "Neue Sprachen" gewandt. Seit Beginn des Wintersemesters beklagen die Studenten dort überfüllte Vorlesungen und Seminare. Neben einer besseren Betreuung fordern sie auch die Sanierung von Universitätsgebäuden sowie mehr Mitbestimmung in Universitätsgremien.


Letzte Änderung am: 13.11.2009, 08.30 Uhr

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