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StuttgartHälfte von "Schweinegrippe"-Impfstoff fehlt

In Baden-Württemberg fehlt nach wie vor beinahe die Hälfte des bestellten Impfstoffs gegen die Schweinegrippe. Das bestätigte eine Sprecherin des Sozialministeriums gegenüber dem SWR. 900.000 Impfdosen hätten bis jetzt geliefert sein sollen, verfügbar seien aber nur gut 500.000.

Zwar werde in dieser Woche eine weitere Lieferung erwartet, aber man liege weit hinter dem Plan. Verantwortlich dafür sind nach Ansicht des Sozialministeriums Herstellungsschwierigkeiten beim Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline. Dort habe man inzwischen aber versichert, dass die Engpässe bis Ende November beseitigt seien.

Das Sozialministerium räumte gestern ein, dass es tatsächlich mancherorts lange Impflisten gebe, die nur langsam abgearbeitet werden könnten. Grundsätzlich werde aber jeder, der es wolle, auch geimpft. Spätestens bis Ende März soll dann die komplette Menge Impfstoff, 6,3 Millionen Dosen, geliefert worden sein. Darauf bestehe eine vertraglicher Anspruch, so das Sozialministerium.


Schulklassen nur vereinzelt geschlossen

Trotz der steigenden Anzahl von Grippeerkrankungen ist die Lage an den Schulen im Land nach Angaben der Behörden bislang ruhig. Nur vereinzelt seien Schulklassen nach Hause geschickt worden, so im Regierungsbezirk Tübingen. Die Entwicklung der Grippe sei auf keinen Fall dramatisch und es sei übertrieben zu sagen, dass demnächst mit Schulschließungen zu rechnen sei, sagte ein Sprecher des Regierungspräsidiums Freiburg. Das A und O sei, Augenmaß zu bewahren.

In Baden-Württemberg sind bislang zwei Baden-Württemberger und ein Mann aus Rheinland-Pfalz an der Schweinegrippe gestorben. Bei 6.135 Menschen ist die Infektion bislang bestätigt.

Letzte Änderung am: 11.11.2009, 10.49 Uhr

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