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StuttgartDisput um Zahl der Ausbildungsverträge 2009

In Baden-Württemberg sind dieses Jahr wegen der Krise nach Angaben von Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) 6.000 Ausbildungsverträge weniger abgeschlossen worden als 2008. Der DGB legte bei einem Spitzengespräch im Wirtschaftsministerium andere Zahlen vor.

Pfister erklärte gestern laut Mitteilung, dass gleichzeitig die Zahl der Schulabgänger und der Altbewerber aus den Vorjahren deutlich zurückgegangen sei. Bis Ende September seien 401 Bewerber nicht vermittelt worden. Die Zahl der unbesetzten Lehrstellen lag laut Pfister aber mit 2.600 deutlich höher. Insgesamt seien 2009 mehr als 10.000 neue Ausbildungsplätze geschaffen und 4.000 neue Ausbildungsbetriebe gewonnen worden.


DGB legt andere Zahlen vor

Der DGB forderte unterdessen in Stuttgart eine ehrliche Bilanz. Fast 12.000 Jugendliche hätten noch keinen Ausbildungsplatz gefunden, sagte die stellvertretende DGB-Landesvorsitzende Marion von Wartenberg. Nur 38,3 Prozent der bei den Agenturen für Arbeit gemeldeten Bewerber hätten direkt eine ungeförderte Berufsausbildung begonnen. Im Vorjahr waren es noch 40,6 Prozent. Für das Ausbildungsjahr 2010 fordert der DGB ein kurzfristiges Programm zur Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen und zur Förderung der Jugendlichen.

SPD und Grüne sehen mit Skepsis in die Zukunft. Viele Jugendliche hätten gar keine echten Wahlmöglichkeiten. Oft drückten sie die Schulbank weiter, weil sie keine Lehrstelle finden würden.

"Masterplan für Bildung und Qualifizierung"

Der DGB fordert für Baden-Württemberg einen "Masterplan für Bildung und Qualifizierung", der den Ausbau der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Land bis 2015 verbindlich regelt. Dann sollen nach einer Studie des Wirtschaftsministeriums bereits 120.000 Fachkräfte im Land fehlen.

Letzte Änderung am: 10.11.2009, 10.14 Uhr

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