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Bei der Daimler-Tochter Mercedes-Benz sollen bis zum kommenden Frühjahr weitere 1.000 Jobs im Inland gestrichen werden. Man habe sich mit dem Gesamtbetriebsrat darauf verständigt, den Mitarbeitern verschiedene Angebote zu machen, die einen freiwilligen Abschied erleichtern sollen.
Den Beschäftigten soll eine freiwillige Auszeit von drei Jahren angeboten werden oder aber Teilzeit, wobei mindestens drei Jahre lang die Wochenarbeitszeit um zehn Stunden reduziert wird. Außerdem sollen Beschäftigte mit Abfindungen ermuntert werden, freiwillig zu gehen, teilte eine Daimler-Sprecherin gestern mit.
Bei dem Stuttgarter Autobauer sind betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2011 vertraglich ausgeschlossen. In Krisenzeiten kann davon aber abgewichen werden, sofern der Betriebsrat zustimmt. Daimler hatte in den ersten neun Monaten des Jahres bereits mehr als viertausend Jobs in Deutschland abgebaut.
An den deutschen Standorten sind zurzeit 27.400 Beschäftigte in Kurzarbeit, für 89.000 Mitarbeiter gilt eine Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich.
Daimler hatte infolge der weltweiten Absatzkrise einen massiven Sparkurs angekündigt, der bislang zu Einsparungen von 3,5 Milliarden Euro geführt haben soll. Für das Jahr 2010 kündigte Daimler an, sogar noch mehr als vier Milliarden Euro sparen zu wollen. Daimler-Chef Dieter Zetsche will das Unternehmen mit "größtmöglicher Flexibilität" anpassen.
Im dritten Quartal dieses Jahres hatte der Autobauer einen kleinen Gewinn von 56 Millionen Euro nach Steuern eingefahren. Im ersten Halbjahr hatte Daimler noch einen Verlust von rund 2,3 Milliarden Euro verbucht.
Daimler beschäftigte Ende September weltweit 256.900 Menschen - 9.600 weniger als vor einem Jahr. In Deutschland schrumpfte die Mitarbeiterzahl um 5.200 auf 163.500.
Letzte Änderung am: 05.11.2009, 08.33 Uhr