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Nach dem Amoklauf in Winnenden wollen Schüler und Lehrer schon bald wieder Unterricht in der derzeit noch geschlossenen Albertville-Realschule abhalten. Eine Rückkehr könnte allerdings länger dauern als von vielen gewünscht.
Noch sind die 580 Schüler auf mehrere Schulen in Winnenden und Umgebung verteilt. Der Leiter des zuständigen Staatlichen Schulamts in Backnang, Wolfgang Riefler, sagte den "Stuttgarter Nachrichten" unter Verweis auf die Schulrektorin Astrid Hahn. "Frau Hahn sagte mir: Die Schüler und die Lehrer wollen wieder zurück."
Eine Sprecherin der Stadt Winnenden, die als Schulträger fungiert, sagte der Zeitung, die Schule sei zwar seit wenigen Tagen von der Polizei wieder freigegeben, die Tatspuren seien aber noch nicht alle beseitigt. Ob und in welcher Form die Schule wieder in Betrieb gehen werde, werde zu gegebener Zeit im Gespräch mit allen Beteiligten entschieden. "Da sind Schüler und Eltern gefragt, aber auch Psychologen und das Kultusministerium", sagte die Sprecherin. Bislang habe man bei der Stadt keine Zeit gehabt, darüber nachzudenken.
Auch Wolfgang Schiele, beim Regierungspräsidium Stuttgart zuständig für die Albertville-Realschule, dämpfte gegenüber dem SWR zu große Erwartungen nach einer schnellen Rückkehr an die Schule. Er verstehe den Wunsch einer schnellen Rückkehr an die Schule, allerdings müssten vorher sämtliche Spuren des Amoklauf beseitigt werden.
Wie die Stadtverwaltung Winnenden mitteilte, steht für Hilfesuchende eine Psychologische Nachsorge in einem dafür eingerichteten Container-Dorf im Winnender Stadtgarten zur Verfügung. Dort bieten Schul- und Trauma-Psychologen, Notfallhelfer und Mitarbeiter der Unfallkasse ihre Hilfe an.
Quelle: SWR.de - Nachrichten
Letzte Änderung am: 27.03.2009, 15.06 Uhr