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Bei einem Trinkgelage in Waldshut-Tiengen ist ein 16-Jähriger mit einer Blutalkoholkonzentration von 6,2 Promille vorübergehend ins Koma gefallen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.
Wie ein Kliniksprecher in Freiburg sagte, ist der Jugendliche inzwischen außer Lebensgefahr. Er war nach dem Trinkgelage Anfang Mai von einem Waldshuter Krankenhaus an die Uniklinik Freiburg verlegt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einige Partygäste, die dem bereits bewusstlosen Jugendlichen noch Schnaps eingeflößt haben. Man versuche herauszufinden, was sich genau auf der Party ereignet habe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Der Rektor der Waldshuter Schule, die von dem Jugendlichen besucht wird, zeigte sich über den Vorfall bestürzt. Es sei absolut unverständlich, wie man einem derart Betrunkenen noch Alkohol einflößen könne. "Wenn sich diese Gerüchte bestätigen und die Schuldigen auf unsere Schule gehen, drohen ihnen Konsequenzen", zitierte der "Südkurier" den Schulleiter.
Die tödliche Gefahr des "Koma-Saufen" wird nach Angaben von Medizinern von vielen Jugendlichen stark unterschätzt. So kann eine Alkoholkonzentration ab vier Promille bereits zu einem tödlichem Atemstillstand führen. Auch eine alkoholbedingte starke Unterzuckerung des Körpers kann nach Expertenangaben zum Tod führen. Die bei dem Jugendlichen gemessenen 6,2 Promille seien "verdammt außergewöhnlich", sagte der Freiburger Kliniksprecher.
Letzte Änderung am: 16.05.2008, 17.16 Uhr