Sendung vom Sonntag, 15.1. | 10.30 Uhr | SWR Fernsehen
Meist werden sie mit Misstrauen beäugt, die vom Gericht bestellten Berufsbetreuer. Schließlich sollen sie, wie früher der Vormund, für einen anderen Menschen Entscheidungen treffen - und oft auch über dessen Eigentumsverhältnisse. Da ist der Vorwurf der persönlichen Bereicherung nicht weit.
Michael Schöttler kennt das negative Image seines Berufsstandes, weiß um die schwarzen Schafe. Aber er hat nichts zu tun mit Menschen, die vermögend sind. Er kümmert sich um die, die am Rand der Gesellschaft angekommen sind, die mit ihrem Leben alleine nicht mehr klar kommen und dringend seine Unterstützung brauchen. Wichtig ist ihm, dass die Würde seiner Klienten auch in elenden Lebenssituationen gewahrt bleibt.
Berufsbetreuer Schöttler hat dafür gesorgt, dass der alkoholkranke Egbert W. eine eigene Wohnung gefunden hat und sie auch halten kann, dass der geistig behinderte Stefan D. ohne Heim seinen Alltag einigermaßen in den Griff bekommt oder der 90-jährige, bettlägerige Fritz H. nicht betrogen wird und eine angemessene Pflege erhält.
Ein Film von Claudia Dejá
SWR-Fachredaktion Religion, Kirche und Gesellschaft
Letzte Änderung am: 09.12.2011, 23.15 Uhr