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Talkshow ist nicht gleich Talkshow. "Wo viel geredet wird, wird oft nichts gesagt", meint SWR-Unterhaltungschef Rainer Matheis. Eine gute Talkshow wie "Menschen der Woche" mache neugierig, unterhalte und werde dennoch einem seriösen Anspruch gerecht.

Dieser Anspruch verknüpft sich mit der Person Frank Elstner. "Er ist ein Gastgeber der alten Schule und hat gerade mit seinen 'Menschen'-Sendungen im ZDF bewiesen, dass er mehr als ein 'Talkmaster' ist," sagt Matheis.
"Wenn Kritiker behaupten, es gäbe bereits genug Talkshows, werde ich sie eines Besseren belehren," sagt Frank Elstner, "denn bei mir werden die Menschen nicht vorgeführt oder bloßgestellt."
Der "Wetten-dass?"-Erfinder kehrt mit dem Samstags-Talk zu seinen Wurzeln zurück. Beim damaligen Südwestfunk Baden-Baden begann in den 60er-Jahren seine TV-Karriere - als Schauspieler der Serie "Grundgesetz". Die Schauspielerei wurde ihm in die Wiege gelegt: Er wurde am 19. April 1942 als Sohn des Schauspieler-Ehepaars Erich und Hilde Elstner in Linz geboren. Schon als Zehnjähriger spielte er in dem SWF-Hörspiel "Bambi" die Hauptrolle.
Als Erwachsener zog es Elstner zunächst in den Journalismus. Er volontierte bei den Badischen Neuesten Nachrichten, wechselte mit 21 Jahren aber als Moderator zu den "Fröhlichen Wellen" von Radio Luxemburg. Bei RTL ging es steil nach oben: 1966 Chefsprecher des Senders, 1970 stellvertretender Programmdirektor, 1972 Direktor des deutschsprachigen Programms.
Dazwischen lief die Fernsehkarriere auf Hochtouren: Moderator bei "Spiel ohne Grenzen", 1974 bis 1979 die "Montagsmaler" beim SWF. Mit der von ihm konzipierten Show "Wetten, dass...?" schrieb Elstner ab 1981 Fernsehgeschichte. Die Moderation von "Wetten,dass...?" gab Elstner 1987 an Thomas Gottschalk ab.
Frank Elstner hat mit der Entwicklung zahlreicher Sendungskonzepten maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der deutschen TV-Landschaft. Heute zählt er zu den versiertesten Kennern des Unterhaltungsfernsehens.
Am 25. Mai 2007 wurde ihm vom Bayerischen Ministerpräsidenten für sein Lebenswerk der Ehrenpreis des Bayerischen Fernsehpreises verliehen.

Mit der eigenen Produktionsfirma folgten zahlreiche Sendungen wie "Menschen", "Die stillen Stars" oder die Quizshow "Jeopardy". Nun widmet er sich mit seiner ganzen Erfahrung den Sendungen, die "mir Spaß machen und zu mir passen". Er sei "kein Vortänzer, aber sicher ein Gesprächspartner für Jung und Alt," so Elstner. "Das kann ich als Vater von fünf Kindern täglich üben."
Quelle: Menschen der Woche
Letzte Änderung am: 24.06.2009, 11.08 Uhr