MARKTCHECK-Top 3
aus der Sendung vom Donnerstag, 29.9.2011 | 21.00 Uhr | SWR Fernsehen
Die kalte und dunkle Jahreszeit steht vor der Tür und damit auch eine teure Zeit. Ist Stromsparen besser als weniger Heizen? Womit geht beim Kühlschrank die meiste Energie verloren? Energiespartipps sollen die Kosten senken. Aber manche sind einfach nur zum Schmunzeln, andere haben echten Sparwert.

Licht brennen lassen verbraucht weniger Energie als man denkt. Strom macht im Schnitt nur knapp 20 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt aus. Der Löwenanteil geht für die Heizungswärme drauf. Wer Energie sparen will, sollte also erst einmal die Heizung niedriger drehen: Wenn man die Raumtemperatur nur um 1 Grad Celsius senkt, kann man von der eingesparten Energie drei Einfamilienhäuser beleuchten.
Schaut man aber auf die Kosten, ändert sich die Rechnung: Strom ist rund drei Mal so teuer wie Gas oder Öl. Mit Blick auf den Geldbeutel lohnt sich Stromsparen also durchaus auch.

Luft lassen, eine Hand breit über der Wäsche in der Waschmaschine, diese Regel hat vielleicht vor 40 Jahren gestimmt. Heute werden Waschmaschinen auch mit einer voll beladenen Trommel fertig. Außerdem spart man durch das richtige Beladen auch Geld. Denn egal ob voll oder fast leer - die meisten Maschinen verbrauchen immer gleich viel Wasser und Strom. Zwei halbvolle Maschinen kosten also doppelt so viel wie eine volle.

Die Annahme, dass ein leerer Kühlschrank weniger Energie frisst als ein voller ist schlicht falsch. Ein halbvoller Kühlschrank frisst sogar mehr Energie als ein ganz voller. Denn im halbvollen Kühlschrank ist viel mehr kalte Luft. Und die entweicht jedes Mal, wenn die Tür geöffnet wird und warme Luft einströmt. In einem vollen Kühlschrank dagegen ist weniger Luft und das spart Energie. Die größte Kühl-Energieverschwendung aber ist es, Warmes in den Kühlschrank zu stellen. Immer vorher abkühlen lassen!
Ein effektiver Spartipp: Tauen Sie regelmäßig das Gefrierfach ab. Das spart viel Strom.
Letzte Änderung am: 29.09.2011, 21.00 Uhr