aus der Sendung vom Donnerstag, 15.9.2011 | 21.00 Uhr | SWR Fernsehen
Batterien gibt es in unzähligen Varianten und Größen, denn sie werden in den unterschiedlichsten Geräten eingesetzt. Entsprechend breit gefächert sind auch die Preise. Aber halten teure Energiespender der Markenhersteller länger als billige Angebote beispielsweise vom Discounter oder aus dem Elektromarkt? MARKTCHECK macht den Test auf Leistungsfähigkeit und Sicherheit, mit überraschenden Ergebnissen.

Geprüft werden zum einen die üblichen Alkali-Batterien. Sie kommen von Aldi für 0,21 Euro pro Batterie, von Ikea für 0,17 Euro und von den Markenherstellern Duracell (1,87 Euro/Stück) und Panasonic (1,50 Euro/Stück). Zum anderen werden zwei Lithium-Batterien untersucht (von Conrad: 2,48 Euro/Stück, von Energizer: 2,49 Euro/Stück). Die teuren Lithium-Batterien haben eine höhere Energiedichte bei gleicher Größe. Das soll mehr Leistung bringen.
Die Batterien treiben Spielzeugboote an. Sie brauchen langfristig viel Energie. Außerdem werden sie in Fotoapparaten eingesetzt, die viel Energie auf Knopfdruck benötigen. Aber wie viele Fotos schaffen die Batterien? Damit alle Tester die gleichen Chancen haben, gilt für die Kameras: Es muss geblitzt werden, aber zoomen ist verboten.

Die Batterien müssen nicht nur im Praxistest bestehen, sondern auch beim TÜV Rheinland. Im Labor wird getestet, ob sie sicher sind. Die Techniker simulieren einen Kurzschluss. Das kann im Alltag dadurch passieren, dass eine Batterie falsch eingelegt wird. Ursache für einen Kurzschluss kann außerdem ein Defekt am Gerät sein oder wenn daran manipuliert wurde. Im Falle eines Kurzschlusses erwärmt sich die Batterie sehr stark und kann im Extremfall sogar explodieren. Doch das Endergebnis ist beruhigend: Alle Batterien bestehen den Sicherheitstest.
Zurück zu den Booten: Am Ende haben Conrad und Energizer mit zwei Stunden am längsten durchgehalten. Es folgen Duracell und Ikea. Am kürzesten fahren Panasonic und Aldi. Umgerechnet auf den Preis liegt dann jedoch Ikea ganz vorne: Zehn Minuten Fahrt kosten 0,04 Euro. Am teuersten ist nach dieser Rechnung die Markenbatterie von Panasonic mit 0,44 Euro.
Bei den Kameras macht zuerst die Batterie von Ikea nach 250 Fotos schlapp. Am Ende schaffen die Lithium-Batterien von Conrad und Energizer die meisten Bilder: Mehr als drei Mal so viel wie die anderen. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis liegen mit Ikea und Aldi aber wieder die günstigen Energiespender vorne. Zehn Fotos kosten umgerechnet einen Cent. Die Markenbatterien schneiden wieder schlechter ab.
Für das Endergebnis wird der Mittelwert aus allen Platzierungen berechnet. Danach gewinnt die Lithium-Batterie von Conrad. Auf Platz zwei und drei folgen Ikea und Aldi. Sie bieten zwar weniger Leistung pro Batterie, dafür aber ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ein Akku ist gut geeignet für eine Kamera. Er kann besonders gut viel Energie auf einmal abrufen. Was wenig, dafür aber auf Dauer Energie verbraucht, wird besser mit einer Batterie betrieben.
Für Batterien und Akkus gilt: Auch wenn sie nicht genutzt werden, verlieren sie mit der Zeit an Kraft. Wer viel fotografiert, greift besser zum Akku. Fotografiert man dagegen eher selten, ist er weniger geeignet, denn er verliert schnell seine Kapazität. Dann greift man besser zu einer Batterie, die auch nach langer Pause ihre Leistung abrufen kann.
Und wenn die Kamera nicht mehr will, muss das nicht heißen, dass die Batterie komplett leer ist. In einem Gerät, das weniger Energie braucht, etwa in einem Wecker, kann sie durchaus noch einige Zeit funktionieren.
Batterien und Akkus vertragen Kälte und Hitze nur schlecht. Sie sind für Raumtemperatur gemacht. Deshalb sollte man ein Navigationsgerät nicht lange im Auto liegen lassen. Das macht auf Dauer den Akku kaputt.
Wenn alte Batterien auslaufen, kann es giftig werden. Neuere aber sind nur noch ätzend. Hier hilft es, mit Essig zu neutralisieren und mit viel Wasser wegzuspülen.
Letzte Änderung am: 15.09.2011, 21.00 Uhr