aus der Sendung vom Donnerstag, 15.9.2011 | 21.00 Uhr | SWR Fernsehen
Ist eine Batterie leer, egal ob teure Marke oder eine billige, kann sie im Haushalt nicht mehr verwendet werden. Neben Schadstoffen enthalten Batterien auch wertvolle Rohstoffe, die zurückgewonnen werden können.
Billige Batterien können trotz geringerer Leistungsfähigkeit kostengünstiger sein. Das bedeutet aber, dass man mit ihnen mehr Müll produziert. Doch Batterien gehören nicht in den Hausmüll! Ältere Fabrikate können Giftstoffe wie Cadmium, Blei oder sogar Quecksilber enthalten. Aber nicht einmal jede zweite Batterie wird in Deutschland zum Recyceln gebracht.

Dabei könnte aus Nickelbatterien im Schredder zum Beispiel Eisen gewonnen werden, wie beispielsweise bei der Firma Redux Recycling aus Dietzenbach bei Frankfurt. Allein an diesem Standort produziert das Unternehmen im Jahr rund 4.000 Tonnen Eisen. Dieses Eisen geht in die Rohstoffindustrie zurück.
Das Rücknahmesystem GRS sammelt jährlich 14.000 Tonnen Batterien. Daraus werden zum Beispiel 3.000 Tonnen Zink gewonnen, außerdem 4.000 Tonnen Stahl und 2.000 Tonnen Schlacke. Das Zink findet sich in Sonnencremes und Salbe wieder. Der Stahl geht in die Industrie und die Schlacke liegt im Straßenbelag unter dem Asphalt.

Wir werden immer mobiler und verbrauchen immer mehr Energie. In fast jedem zweiten deutschen Haushalt gibt es inzwischen ein Laptop und schon jetzt sind auf der Erde etwa sieben Milliarden Handys in Betrieb. Sie alle arbeiten mit Akkus. Und Lithium ist ein wichtiger Rohstoff für ihre Herstellung, aber bergmännisch nicht einfach zu gewinnen. Auch für die Rückgewinnung solcher Rohstoffe lohnt sich das Recycling.
Letzte Änderung am: 05.08.2011, 23.35 Uhr