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Wer kennt es nicht: Rotwein auf dem hellen Teppich, Schokoladen-Flecken auf dem Sofa, Wachs auf dem Holztisch. Mit den richtigen Tricks kann man diese ärgerlichen Verschmutzungen wieder entfernen.

Egal, wo die Flecken auftauchen - schnell abtupfen und den Überschuss entfernen ist der wichtigste Tipp, denn alle Flecken altern! Die einzelnen Schmutzteile verbinden sich untereinander zu größeren Flecken und sie gehen mit dem Untergrund eine stärkere chemische Wechselwirkung ein.
Kleidung, die chemisch gereinigt werden soll, bringen Sie ohne weitere Entfernungsversuche so schnell wie möglich zur Reinigung. Weisen Sie auf den Fleck und die Art des Schmutzes hin.
Versuchen Sie gleich den Fleck zu verdünnen. Deshalb gilt bei nässeunempfindlichen Stoffen: Sofort mit etwas lauwarmem Wasser, noch besser mit destilliertem Wasser oder CO2-haltigem Mineralwasser abtupfen.
Vorsicht: Nicht alle Seidenstoffe vertragen Wasser - es sei denn, es ist Waschseide.
Flecken nie mit heißem Wasser entfernen - die Hitze kann den Fleck auf den Fasern fixieren.
Bei robusten, waschbaren Stoffen können Sie mit etwas verdünntem Handspülmittel oder Feinwaschmittel nacharbeiten. Erschrecken Sie nicht, wenn manche Flecken wegen des veränderten pH-Wertes statt rot plötzlich blau werden. Nach einigen Minuten mit Wasser nacharbeiten.

Bei Rotweinflecken auf dem Teppich ist Salz ist nicht die beste Lösung. Sie sollten aber so schnell wie möglich reagieren und den Rotwein aufsaugen, mit einem Papiertuch oder einem Schwamm. Dann geben Sie etwas Wasser auf den Fleck und tupfen mit dem Tuch die Stelle ab. Nicht reiben! Statt Leitungswasser sind zur Not auch Mineralwasser oder Weißwein geeignet. Danach tragen Sie einen Schuss Zitrone auf den Fleck auf. So ein saures Medium hilft, wenn man später mit einer Sauerstoffbleiche die restlichen Farbreste entfernen möchte. Bleiche gibt es als Pulver im Handel. Nun können Sie den so behandelten Fleck zunächst etwas ruhen lassen und hin und wieder abtupfen.
Bei Wachsflecken auf Holz gilt: Nicht kratzen, das macht den Tisch kaputt. Nehmen Sie lieber einen Fön und schmelzen Sie damit das Wachs an. Mit Löschpapier kann man das Wachs dann einfach aufnehmen.
Gegen Kaugummireste greifen sie zu einem handelsüblichen Kältespray. Dieses tragen Sie auf den Kaugummi auf. Nach einer kurzen Einwirkzeit lässt er sich dann abbröckeln.
Das Mittel gegen Schokoladeflecken: Stellen Sie aus Eigelb und Alkohol aus der Apotheke eine Masse her. Diese geben Sie mit einem Schaber aus Kunststoff auf den Schokoladenfleck. Gut einwirken lassen. Die beiden Bestandteile lösen jetzt den Kakao, die Schokolade und die Eiweißflecken. Die Schokolade beginnt sich auf das Ei zu übertragen. Die Fettbestandteile können Sie mit Spülmittel und Wasser ausreiben.
Filzstiftflecken entfernt man mit Spiritus. Geben Sie Spiritus auf einen Schwamm und reiben Sie die betroffene Stelle damit ein. Testen Sie vor der Reinigung zum Beispiel an der Rückseite in einem Eck, wie das Material den Spiritus verträgt. Das ist grundsätzlich ratsam, wenn Sie Alkohol verwenden. In diesen Fällen sollten Sie grundsätzlich Kinder fern halten und daran denken, dass die Reinigungsmittel leicht entflammbar sind.
Dazu zählen Blut, Ei oder Milch. Die Flecken lassen sich aus waschbaren Materialien durch Waschen gut entfernen. Bei starker Verfleckung ist eine Vorbehandlung mit viel kaltem Wasser empfehlenswert. Alte Blutflecke werden nach Einweichen in dreiprozentiger Kochsalzlösung besser ausspülbar. Hartnäckige Flecken können mit Enzymreinigern, Enzymen aus dem Baukastensystem oder enzymhaltigem Vollwaschmittel (auch flüssiges Maschinenspülmittel enthält knapp 5 Prozent Enzyme) behandelt werden. Nicht anwenden bei Eiweißfasern (Wolle und Seide)!
Auch bei Polstern und Teppichen beginnen Sie mit viel kaltem Wasser, das Sie am besten sofort mit einem Wassersauger oder einem Sprühextraktionsgerät aufnehmen. Ansonsten müssen Sie mit vielen Handtüchern arbeiten. Erst dann mit Polster- oder Teppichreiniger arbeiten.
Sie werden durch die heutigen Tenside in den Waschmitteln gut entfernt. Bei starker allgemeiner Fettverschmutzung können Sie für robuste Baumwollwäsche etwas Sodapulver zum Waschmittel dosieren, empfindliche Teile sollten Sie mit Flüssigwaschmittel waschen. Flüssigwaschmittel enthalten mehr Tenside und Seifen für die Fettentfernung.
Fettflecken lassen sich aus Synthetikstoffen viel schwerer entfernen als aus Baumwolle, weshalb eine Vorbehandlung mit Gallseife bei diesen Materialien empfehlenswert ist.
Problematisch sind heiße Fettspritzer, da durch die hohe Temperatur Fasern und Farben geschädigt werden können.
Harzflecken brauchen eine Vorbehandlung mit Spiritus oder Waschbenzin.
Letzte Änderung am: 14.07.2011, 21.00 Uhr