MARKTCHECK-Top 3
aus der Sendung vom Donnerstag, 6.10.2011 | 21.00 Uhr | SWR Fernsehen
Ob weiß oder rot, bei über 120 verschiedenen Rebsorten in Deutschland kommt es schnell zu Diskussionen über den passenden Wein. Auch die Trinktemperatur sorgt so manches Mal für Streit. MARKTCHECK klärt über die Top 3 der gängigsten Wein-Mythen auf.

Die Wahl des passenden Weins zum Essen wird immer wieder zur Stolperfalle. Mancher glaubt hartnäckig, dass beispielsweise zu Fisch immer Weißwein gehöre.
Doch es kommt auf den Fisch und seine Zubereitung an. Zu geschmacksintensivem oder gegrilltem Fisch passt ein Rotwein sehr gut, schon klassisch beispielsweise Rotwein zum Thunfisch.
Hat der Fisch einen salzigen Grundton oder wird er mit Zitrone serviert, passt ein weißer Wein jedoch besser. Die Fruchtnoten des Weißweins ergänzen den Geschmack perfekt.

Vor die Qual der Wahl gestellt, greifen viele Deutsche lieber zum Riesling als zum Chardonnay, weil sie glauben zu wissen, was drin ist. Doch die Rebsorte auf dem Etikett muss nur zu 85 Prozent auch in der Flasche sein. Der Rest darf von anderen Trauben stammen. So steht es in der deutschen Weinverordnung.
In Frankreich gehört das Mischen der Rebsorten zur Cuvee sogar zum guten Ton. So darf der bekannte Rotwein Chateauneuf-du-Pape aus bis zu 13 Rebsorten zubereitet werden.

Wer Rotwein vor dem Genuss erst kühlstellen und nicht bei Zimmertemperatur trinken will, liegt damit richtig. Die Faustregel der Zimmertemperatur für Rotwein stammt noch aus einer Zeit, als die übliche Raumtemperatur bei 17 bis 18 Grad Celsius lag. Die heute durchschnittlichen 22 Grad Celsius sind für schwere Rotweine noch möglich, leichtere Rotweine werden jedoch besser auf 16 bis 18 Grad Celsius gekühlt.
Letzte Änderung am: 06.10.2011, 21.00 Uhr