MARKTCHECK-Top 3
aus der Sendung vom Donnerstag, 28.7.2011 | 21.00 Uhr | SWR Fernsehen
Viele Mythen rund um Küchengeheimnisse halten sich hartnäckig, auch wenn sie vollkommener Unsinn sind. Ob abgeschreckte Eier, scharf angebratenes Steak oder Reis im Salzstreuer richtig oder falsch sind, erfahren Sie bei den Top 3 der Küchenirrtümer.

Reis im Salzstreuer ist nicht nötig, um das Salz streufähig zu machen. Wenn das Salz tatsächlich von Feuchtigkeit befreit würde, dann müsste der Streuer regelmäßig von feuchten, aufgequollenen Reiskörnern befreit werden. Damit das Salz locker aus dem Streuer rieselt, wird es bei der Herstellung mit Trennmitteln wie Kalk gemischt. Das allein schützt vorm Verklumpen.
Übrigens: Auch dass Spaghetti mit einem Schuss Öl im Kochwasser nicht verkleben, stimmt so nicht. Besser ist, eine ausreichende Wassermenge im Kochtopf zu haben, dann können die Nudeln frei schwimmen und verkleben weniger.

Ein Irrglaube ist auch, dass man ein saftiges Steak scharf anbraten muss, damit sich die Poren schließen und es weich bleibt. Fleisch hat gar keine Poren, also Löcher, die es abzudichten gilt. Viel wichtiger ist, das Fleisch nicht anzustechen. Denn so entstehen erst die "Poren".
Viele glauben auch, man dürfe das Steak erst nach dem Anbraten salzen, damit es nicht zäh wird. Das ist ebenfalls Unsinn. Im Gegenteil: Wird das Salz mitgebraten, schmeckt das Fleisch sogar besonders würzig.

Eier nach dem Kochen mit kaltem Wasser abzuschrecken, soll das Entfernen der Schale erleichtern. Das glauben viele. Es ist aber falsch. Ob sich ein Ei gut pellen lässt, hängt allein vom seinem Alter ab. Der Grund: Beim frisch gelegten Ei klebt zwischen Schale und Eiklar eine dünne Haut. Mit der Zeit gelangt zunehmend Luft dazwischen. Folge: Die Haut löst sich und das Ei lässt sich besser schälen.
Letzte Änderung am: 28.07.2011, 21.00 Uhr