aus der Sendung vom Donnerstag, 4.8.2011 | 21.00 Uhr | SWR Fernsehen
In wenigen Minuten ist das Schnitzel oder die Pizza verspeist. Doch kein Genuss bleibt ohne Reue, oft sitzt schon am nächsten Tag die Hose deutlich enger. Im Praxistest zeigen drei eifrige Esser, wie lange sie im Fitnessstudio oder auf dem Laufband trainieren müssen, bis die Ernährungssünden wieder abgebaut sind.

Paniertes Schnitzel, Pommes und dicke Soße, fetter geht es kaum. Andreas B. haut rein und erzählt, dass es mit sechs Jahren bei ihm das erste Schnitzel gab und es noch immer ein Mal pro Woche gibt. Beim Italiener gönnt sich Jennifer G. den Klassiker: Pizza, Rotwein und gemischter Salat mit Dressing. Sie sei ein Genussmensch, esse sehr gerne und gerne auch gut, berichtet sie.
Wolfgang W. liebt es asiatisch. Sein Favorit beim Chinesen ist die Peking-Ente. Die sei zwar auch ein bisschen fettig, aber es schmecke einfach lecker.
Die Aufgabe danach für die Drei: Sie müssen im Fitness-Studio schwitzen und die Schlemmereien abtrainieren: Hartnäckig, bis zur allerletzten Kalorie.
Richtig leiden müssen wird Andreas B. nach dem XXL-Restaurant. Essen gab es in Übergröße. Mit den 500 Gramm Schnitzel, Beilagen und einem ganzen Liter Cola-Weizen kommt er auf 2.300 Kalorien. Jennifer G. liegt da deutlich drunter - Pizza, Salat und der trockene Rotwein bringen 1.300 Kalorien. Fast schon Magerkost dagegen bei Wolfgang W. Die Pekingente geht mit 900 Kalorien ins Rennen.

Treffpunkt ist ein Fitness-Studio. Hier müssen alle drei ran an die Kalorien. Natürlich wird ihnen ein professioneller Trainer zur Seite gestellt. Er entwirft die Trainingspläne und überwacht die Übungen. Den Anfang macht Wolfgang W. mit seinen 900 Kalorien. Der Trainer rechnet vor, dass es zwar nach wenig klingt, aber trotzdem müssen zwei Stunden Ausdauer angesetzt werden, plus drei Stunden Krafttraining. Für Jennifer G. werden daraus schon vier Stunden Sport. Andreas B. wird sogar sechs Stunden an den Geräten leiden müssen.
Der Trainer erklärt, dass Krafttraining rund 300 Kalorien pro Stunde verbrauche. Erschreckend für die drei, wie langsam Kalorien verbrennen. Eine Stunde Radfahren bringt 500 Kalorien. Noch am effektivsten: Eine Stunde Laufband, da schmelzen 700 Kalorien weg. Für die ungeübten Kandidaten wird das Training schnell zur Qual.
Nach der ersten Stunde läuft der Schweiß in Strömen, für gerade mal 500 Kalorien. Noch kein Ende in Sicht und schon kommt die erste Krise: Die brutalen Bauchmuskel-Übungen sind der wahre Horror. Wolfgang W. klagt, dass ihm die gute Laune vergangen sei.
Zum Abschluss des ersten Trainingstages auf dem Stepper ist Wolfgang W. glücklich: Die 900 Kalorien der Pekingente sind abtrainiert und er darf gehen.
Am nächsten Tag müssen der Schnitzel-Fan und die Pizza-Esserin wieder ran. Andreas B. fehlen noch immer 1.000 Kalorien. Schuld daran ist das XXL-Schnitzel vor zwei Tagen. Der Trainingsplan für den zweiten Tag beinhaltet Ausdauer- und Krafttraining im Wechsel. Schlimmer geht es nicht und er ist mit seiner Kraft am Ende.
Nebenan trainiert eine entspannte Jennifer G. Sie hat es geschafft, denn alle Kalorien sind nach vier Stunden Sport verbraucht. Der Test hinterlässt Spuren, denn ihr wird klar, wie groß der Trainingsaufwand ist, um 1.300 Kalorien wieder abzuarbeiten.
Nach weiteren zwei Stunden zwingen die letzten 500 Kalorien Andreas B. auf dem Stepper in die Knie. 2.300 Kalorien in sechs Stunden hat er nun verbrannt. Er ist am Ende. Aber er nimmt sich vor, weniger Schnitzel und Pommes zu essen. Wie lange dieser Vorsatz wohl hält?
Letzte Änderung am: 04.08.2011, 21.00 Uhr