MARKTCHECK-Top 3
aus der Sendung vom Donnerstag, 19.1. | 21.00 Uhr | SWR Fernsehen
Saunabesuche sind auch in Deutschland sehr beliebt, besonders im Winter, wenn es draußen eisig kalt ist. Dabei halten sich jedoch hartnäckig einige Gerüchte über den besonderen Nutzen bestimmter Rituale in der Sauna. MARKTCHECK erläutert die Top 3 der Sauna-Irrtümer.

Viele Saunabesucher stellen sich zwischendurch auf die Waage und freuen sich über scheinbar purzelnde Pfunde.
Doch in der Sauna verliert der Körper nur viel Flüssigkeit. Das können bis zu 1,5 Liter nach drei Gängen sein. Körperfett wird jedoch nicht verbrannt.
Einzig die Haut verliert beim Saunagang Fett. Deshalb sollte man die Haut nach dem Saunabesuch einölen und nicht mit Duschgel waschen. Durch das Schwitzen ist die Haut bereits nicht nur sauber, sondern porentief rein.

Wer glaubt, dass in der trockenen Hitze der Sauna Bakterien und Viren nicht überleben können und man sich nicht anstecken kann, liegt falsch. Zum Vernichten von Viren müsste es beispielsweise mindestens 120 Grad Celsius heiß sein. Man kann sich deshalb in der Sauna genauso wie im Alltag anstecken. Wer schon krank ist, hat in der Sauna nichts zu suchen, denn die Erkrankung kann möglicherweise sogar schlimmer werden. Das Immunsystem wird lediglich durch regelmäßige Saunabesuche gestärkt.

Immer ganz oben sitzen, da wo es besonders heiß ist, bringe besonders viel, glauben manche Saunabesucher tatsächlich. Darauf kommt es jedoch nicht an. Viel wichtiger ist das richtige Abkühlen danach. Es sollte mindestens so lange dauern wie der Saunagang. Ein Aufguss bringt übrigens auch keinen nachweisbaren Zusatznutzen. Wer das nicht mag, kann getrost darauf verzichten. Lieber regelmäßig in die Sauna gehen, nicht nur im Winter.
Letzte Änderung am: 19.01.2012, 21.00 Uhr