Rotkohl im TestTiefgekühlt und aus der Dose
Rotkohl, in manchen Gegenden auch Rotkraut oder Blaukraut genannt, gehört für die meisten Deutschen zum Festtagsbraten. Selbst frisch zubereiten macht viel Arbeit. Deshalb gibt es zahlreiche fertige Sorten in Supermärkten und bei Discountern.

Stiftung Warentest hat 25 verschiedene Rotkrautprodukte getestet, darunter auch 13 Sorten Apfelrotkohl. MARKTCHECK stellt Ihnen gemeinsam mit dem Spitzenkoch Eberhard Braun die Ergebnisse vor.
Variables Gemüse
Rotkohl oder Blaukraut, egal wie man es bezeichnet, ist vielseitig. Das wird der Koch Eberhard Braun in einem weihnachtlichen Drei-Gänge-Menü zeigen. Er verwendet in seiner Küche nur frische Produkte. Das frische Kraut wird geviertelt, geschnitten und gerieben und später mit den Fertigprodukten verglichen.
Rotkohl-Menü

Als Vorspeise serviert der Koch einen gebratenen Ziegenfrischkäse auf Rotkohl-Fenchel-Orangensalat. Für den Hauptgang werden Entenbrüste angebraten und Kürbis entkernt, gewürfelt und püriert. Der Rotkohl dazu wird mit Glühwein, Honig und Orangenschalen angesetzt und muss 24 Stunden marinieren.
Währenddessen wird in der Küche auch der Fertigrotkohl vorbereitet.
Geschmacksprobe
Nach einer Stunde ist alles fertig und der Hauptgang wird dekorativ serviert. Die Hobbyköche eines Kochkurses bei Eberhard Braun werden als Testesser eingesetzt. Die Kursteilnehmer wissen dabei nicht, welcher fertige Rotkohl aus welchem Glas oder welcher Packung kommt. Das Ergebnis dieses Geschmackstests vergleicht MARKTCHECK mit den Testergebnissen von Stiftung Warentest und es ist fast identisch.
Ergebnisse
Beim einfachen Rotkohl liegt der K-Classic Rotkohl von Kaufland vorn. Mit 0,07 Euro pro 100 Gramm (0,45 Euro für ein 680-Gramm-Glas) ist er einer der günstigsten.
Der ebenfalls recht günstige Jardinelle Rotkohl von Penny ist dagegen durchgefallen. Das Glas mit 520 Gramm kostet ebenfalls 0,45 Euro (0,09 Euro/100 Gramm). Der Rotkohlgeschmack zeigt sich aber nur schwach und der Biss scheint teilweise gummiartig. Den Testessern ist er etwas zu sauer und es fehlt Würze.
Die Nummer Eins beim Apfelrotkohl ist das Tiefkühlprodukt von Iglo für 1,59 Euro für die 450-Gramm-Packung (0,29 Euro/100 Gramm). Der Apfelrotkohl schmeckt gut und ist gleichmäßig zerkleinert. Nur etwas nachwürzen könnte man noch.
Nicht zu empfehlen ist der Apfelrotkohl von Leuchtenberg, der im Test nur die Note "mangelhaft" erhielt. 0,96 Euro soll das Glas mit 520 Gramm kosten (0,19 Euro/100 Gramm). Ein intensiver Stallgeruch und große Blattteile verderben den Genuss.
Übrigens: Zum Dessert im weihnachtlichen Rotkohlmenü gibt es ein Vanillesouffle mit einem Rotkraut-Gewürzjus-Sorbet. Dafür wird der aufgefangene Saft vom Rotkraut verwendet.
Am Besten schmeckte allen Teilnehmern am Kochkurs aber das frische, selbst zubereitete Rotkraut.
Stiftung Warentest, Suchwort Rotkohl
- Alle Sendetermine:
- 19.11.2009, 21.00 Uhr, Marktcheck, SWR Fernsehen
Letzte Änderung am: 19.11.2009, 21.00 Uhr
Rotkohl im Test
- Inhalt:
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