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Ostpreußens Norden Von Tilsit nach Trakehnen

Sendung vom Sonntag, 24.8.2008 | 17.15 Uhr | SWR Fernsehen

Bürgerhaus in Gumbinnen

Bürgerhaus in Gumbinnen

Ostpreußens Norden, das ist der Teil der ehemaligen deutschen Provinz, der seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges zu Russland gehört und Kaliningradskaja Oblast heißt. Der zweite Teil der filmischen Reise führt von Tilsit nach Trakehnen. Ein Fernsehteam des Norddeutschen Rundfunks hat dieses für viele Zuschauer vertraute Land neu entdeckt und erkundet.


Ostpreußens Norden im Frühling: Das ist ein weiter Himmel über saftigen, naturbelassenen Wiesen, auf denen Störche reiche Nahrung finden. An die deutsche Zeit erinnert an manchen Orten noch der rote Backstein. Tilsit, die Stadt an der Memel, ist heute eine durch und durch russische Stadt. Nur einige alte Bürgerhäuser in der ehemaligen Tilsiter Prachtmeile, der Hohen Strasse, haben die Feuerwalze der Roten Armee zum Ende des Zweiten Weltkrieges überstanden.


Brücke von Tilsit

Brücke von Tilsit

Wahrzeichen Tilsits, das heute Sovietsk heißt, ist die Brücke über die Memel, die Luisenbrücke. Vor 200 Jahren war Tilsit Schauplatz des Tilsiter Friedens. Wir begegnen einem Historiker, der alles darüber weiß und manche spannende Geschichten erzählen kann.



Im ehemaligen Lasdehnen verrät der Besitzer eines Privatmuseums, warum immer wieder Deutsche auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit in den Ort kommen. Auf dem Weg nach Gumbinnen sind noch an vielen Orten die Narben des Krieges zu erkennen. In der Aula der ehemaligen Friedrichschule von Gumbinnen wird ein riesiges Fresko restauriert. Es zeigt die Ankunft Tausender von Salzburgern. König Friedrich Wilhelm I. hatte den wegen ihres Glaubens Verfolgten eine neue Heimat gegeben.


Ländliche Idylle im Norden Ostpreußens

Ländliche Idylle im Norden Ostpreußens

Am Rande der Rominter Heide hat ein Ehepaar das ehemalige Forsthaus von Warnen restauriert und in ein Gästehaus umgewandelt. Hier gibt es den besten Borscht im ganzen Königsberger Gebiet. In Trakehnen, 1731 gegründet, ist vom Mythos des ehemaligen preußischen Hauptgestütes nicht viel geblieben. Nur das alte Landstallmeisterhaus und das Gestütstor mit dem Emblem Trakehnens, der Elchschaufel, erzählen von längst vergangenen Zeiten.

Ein Film von Wolfgang Wegner

Letzte Änderung am: 02.09.2008, 14.50 Uhr

Sendezeit Sonntags um 17.15 Uhr

im SWR Fernsehen