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Fernsehen im SWR

Europa, Asien Mongolei - Bei den Rentiernomaden

Sendung vom Sonntag, 8.1. | 7.00 Uhr | SWR Fernsehen

Vor etwa dreitausend Jahren zähmten die Samoyeden das Rentier im hohen Norden der Mongolei. Ihre Nachfahren, die Tsaatan-Nomaden, leben noch heute vom Rentier.

Sie halten es als Reit- und Packtier, trinken seine Milch, verwenden seine Haut zum Bau ihrer Zelte und erhalten durch den Verkauf von Geweihen das wenige Geld, das sie zum Leben brauchen.

Alles richtet sich nach den Tieren

In ihrer Lebensweise richten sie sich ganz nach dem Instinkt des Herdentieres. Es bestimmt ihre Jahreszeiten, es bestimmt, wo sie ihre Zelte aufschlagen; es stellt ihre alleinige Lebensgrundlage dar. Umso härter trifft es den Stamm, wenn einige ihrer Tiere sich losreißen, um sich wild lebenden Herden anzuschließen. Diese Ausreißer wieder einzufangen, ist eine sehr schwierige, zeit- und kräftezehrende Aufgabe, die die Tsaatan nur mit Hilfe von Lasso und Skiern, mit denen sie sich in der tief verschneiten Waldlandschaft besser fortbewegen können, bewältigen müssen.


Ein junger Mann auf dem Prüfstand

So ergeht es auch Galzan, der sich mit seinen achtzehn Jahren bei der Suche nach einem ausgerissenen Rentierbullen als guter Hirte beweisen muss. Nebenbei muss er sich auch als Bräutigam auf den Prüfstand stellen lassen. Denn von seinem Jagderfolg und dem Sieg über den Ausreißer-Bullen hängt ab, ob sein Heiratsantrag an die siebzehnjährige Solongo die Zustimmung von deren Eltern finden wird. Der Film begleitet den jungen Mann und gibt anhand der Herausforderungen, denen er sich stellen muss, Einblick in die archaische und faszinierende Lebenswelt der Nomaden des Nordens.

Ein Film von Hamid Sardar

Letzte Änderung am: 08.12.2009, 09.48 Uhr

Themen der Sendung

Sendezeit Sonntags um 17.15 Uhr

im SWR Fernsehen