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Fernsehen im SWR

Länder - Menschen - Abenteuer Abenteuer Panamericana - Folge 4

Von Kolumbien bis Peru

Sendung vom Donnerstag, 5.1. | 3.20 Uhr | SWR Fernsehen

Was immer man über Kolumbien gehört hat – Drogenkriege etc. -, das Fernsehteam auf Panamericana-Tour stellt fest: Hier gibt es grandiose Landschaften und äußerst lebensfrohe Menschen. Die vier Filmer sind in der drittgrößten Stadt des Landes angekommen, in Cali. Hier mag es zwar ein Drogenkartell geben, aber es gibt hier z. B. auch die Begeisterung für den schnellen Salsa-Tanz, den Speed-Salsa.

Angie ist eine von den begeisterten Aktiven. In unglaublich schnellen Schrittfolgen wirbelt sie mit ihrem Partner über das Parkett. Sie und ihre Mannschaft betreiben Speed-Salsa als Sport und als Beruf. Und das mit großer Disziplin. Angie wohnt mit ihrer ausschließlich weiblichen Familie, mit Großmutter, Mutter und Tochter, hinter Gittern - als Schutz. Das ist bei aller -
vor allem nächtlichen - Gewalttätigkeit auf den Straßen Calis durchaus üblich und nötig.


Nach diesen zwiespältigen Erfahrungen reist das Team weiter an den Pazifik in die Hafenstadt Buenaventura. Hier nimmt es freudig das 5. Mitglied in Empfang, den Hilux-Geländewagen. Er musste mit dem Equipment verschifft werden, da Nicaragua die Durchreise verweigerte. Doch auch hier sind die Erfahrungen zwiespältig: Das Auto fährt zwar noch, aber einige Teile des Equipments sind beschädigt oder fehlen ganz. Wie in den Ländern zuvor reisen die Filmer auch durch Kolumbien mit Polizei- und Militär-Eskorten - bis an die Grenze zu Ecuador. Hier hört die unangenehme, aber unerlässliche Begleiterscheinung endlich auf.


In Ecuador überqueren sie den Äquator. Für alle nicht das erste Mal, nur für den Hilux. Er erhält eine ‚Dreckstaufe‘. Dann geht es weiter in die Hauptstadt Quito, der Andenstadt fast 3.000 Meter über dem Meeresspiegel und anschließend in die frühere Inka-Metropole Cuenca, ebenfalls in luftiger Höhe gelegen. Hier treffen sie überall auf den Jipi Japa, besser bekannt als Panamahut.

Zwei Hutmacher mit Strohhüten

Der Jipi Japa - auch Panamahut genannt.

Diese Bezeichnung ist eigentlich falsch, da sie nahelegt, dass dieser Strohhut in Panama entstanden ist. Doch sein Geburtsland ist eindeutig Ecuador. Überall sieht man hier Frauen auf den Straßen, die mit halb fertig geflochtenen Hüten in der Hand durch die Straßen gehen. Auf dem Kopf tragen beide Geschlechter ihn. Und bald auch alle Teammitglieder.

Auf dem Weg in den Cajas-Nationalpark erblicken die Deutschen erstmals freilaufende Lamas. Besonders der Park zeugt von der Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen in Ecuador. Ein Ranger, der einst in Deutschland studierte, zeigt diesen Reichtum vor der Kamera nicht ohne Stolz.

Und wieder naht eine Staatsgrenze, diesmal zu Peru. An der Grenze machen die Fernsehleute Bekanntschaft mit einem speziellen Gesöff, mit der Inca Kola. Und wieder mal halten sie die Grenzsoldaten für verrückt, weil sie bis ans Ende der Welt fahren wollen....

In Peru gibt es eine seltsame Hunderasse, die Veringos. Das sind sogenannte Nackt-Hunde, die kein Fell haben. Veringos gelten als heilende Tiere und werden gerne als Wärmflasche benutzt. Ihre Außentemperatur kann bis auf 42 Grad steigen.

och noch etwas gehört zu Peru: Das Gold. Die Fernsehcrew zieht es in ein Museum, in dem das vollständig erhaltene und erst 1987 geborgene ‚Gold es Herrschers von Sipan‘ ausgestellt ist und von Restauratoren akribisch gepflegt wird. Das Gold stammt aus der Zeit der Moche-Kultur, die auch für ihre riesigen Pyramiden aus Lehm bekannt ist.

Figur aus Gold - Gold des Herrschers von Sipan

Gold - Perus Schätze aus vergangener Zeit


Über die Hauptstadt Lima mit einem Kurzbesuch an Pizzaros Grab, dem goldgierigen spanischen Eroberer, geht es weiter zu einem Besuch bei Clothilde Espinoza. Sie betreibt eine Meerschweinchen-Farm. Die Tiere werden hier zu Hunderten aber nicht zum Vergnügen von Kindern gezüchtet, sondern an Restaurants geliefert. Dort stehen sie - wie auch in den Nachbarländern - ganz normal auf der Speisekarte. Zwei Teammitglieder kommen nicht umhin, gebratene Meerschweinchen vor laufender Kamera zu probieren - mit mäßigem Gourmet-Erfolg.


Auf der letzten Station in dieser Folge lassen sich die Reisenden von Lucio die weltberühmten Nazca-Linien zeigen. Diese riesigen Scharrbilder erkennt man als Figuren nur aus dem Flugzeug. Sie gelangten durch die deutsche Forscherin Maria Reiche zu Weltruhm; doch das Geheimnis dieser 2000 bis 2500 Jahre alten Wüstenbilder der Nazca-Kultur konnte auch sie nicht endgültig klären. Heute gehören diese Linien zum Weltkulturerbe.

Ein Film von Silke Gondolf

Letzte Änderung am: 25.02.2011, 23.15 Uhr

Ein Fahrer im Straßenkreuzer vor Brücke Dossier: Abenteuer Panamericana

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Sendezeit Sonntags um 17.15 Uhr

im SWR Fernsehen