Sendung vom Sonntag, 9.1.2011 | 17.15 Uhr | SWR Fernsehen
Immer, wenn sie einen Hügel erklommen haben, müssten doch braune Tupfen im endlosen Weiß zu sehen sein, doch dann zeigt der Blick durchs Fernglas wieder nur Polarfüchse, Schneehühner oder Schneehasen.
Einen arktischen Sommer lang sind Vasili Sarana und Valeri Fidirkin aus Tallin unterwegs auf der Halbinsel Taimyr im äußersten Nordosten Sibiriens. Sie wollen hier einen Film über Moschusochsen drehen. Vor vielen tausend Jahren waren diese großen Hornträger überall im kalten Norden verbreitet.

Drei Moschusochsen
Nach der letzten Eiszeit sind sie in Asien und Europa vollständig ausgestorben, nicht aber in Nordamerika. Von Kanada wurden Mitte der 1970er-Jahre 30 Moschusochsen nach Taimyr in der Sowjetunion gebracht - in der Hoffnung, die Art hier wieder heimisch werden zu lassen.
Gut 30 Jahre später suchen die beiden Filmemacher in der faszinierenden Landschaft des riesigen menschenleeren Gebietes nach ihren Nachkommen. Ein Geduldsspiel. Und endlich: Im milden Licht der Polarsonne ziehen Moschusochsen durch die Tundra von Taimyr.
Ein Film von Vasili Sarana und Valeri Fidirkin
Letzte Änderung am: 29.11.2010, 14.04 Uhr