Folge 3
Sendung vom Sonntag, 21.6.2009 | 17.15 Uhr | SWR Fernsehen
Zu China gehört auch Tibet. In den Hochebenen Tibets leben viele Wildtierarten, wie Bären, Tibetfuchs oder Schneeleopard. Herdentiere wie das Yaks oder das Tschiru sind den Tibetern nützliche Tiere. Besonders wertvoll ist die Wolle des Tschiru.
Geheimnisvoll, fremdartig und lange Zeit abgeschirmt vom Rest der Welt, das ist China. Seit kurzem öffnet sich das Land der Mitte gen Westen und erlaubt die einzigartigen Naturschätze und eine Jahrtausende alte Kulturlandschaft zu filmen. Die aufwändige internationale Koproduktion der BBC erfasst ein wildes China außerhalb der üblichen Touristenpfade.

Ein Ziel frommer Pilger: der heilige Berg Kailash
Die Folge 3 führt in das Hochland von Tibet. Natur und Lebensrhythmus werden hier vom Himalaja beherrscht. Er ist die eigentliche chinesische Mauer. Sie zu überwinden ein fast tödliches Unterfangen. Tibet ist das Land der Superlative, stellt es doch viele Rekordhalter in der Tierwelt. Wer hier lebt, für den ist jeder Tag eine Herausforderung. Leichtfüßig kommen die schweren Wildyaks daher. Sie können gar nicht woanders leben, niedrigere Höhenlagen würden sie krank machen. Yak und Mensch sind in Tibet eine innige Beziehung eingegangen. Schlangen jagen in Bächen, die warm sind. Die Geschehnisse im Erdinnern sind allenthalben auf dem Dach der Welt zu spüren.
Tschirus gelten als die Einhörner dort oben, dabei haben sie zwei messerscharfe Stangen zu bieten und setzen sie auch ein, wenn es gilt, den Harem zu verteidigen. Heute sind die Tiere stark gefährdet, weil sich die feine Gesellschaft des Westens unbedingt mit der teuren seidigzarten Shahtoosh-Wolle schmücken muss, beworben durch Modemagazine. Braunbär, Wolf und Tibetfuchs wandern über die Steppe und der Schneeleopard sucht nach Beute.
Das Argali-Schaf mit seinem mächtigen Gehörn ist ein mächtiger Gegner, denn es ist das größte Wildschaf der Welt. Tibet besitzt eine unverwechselbare kulturelle Eigenständigkeit, die das Volk auch nach 50 Jahren Besetzung durch China nicht aufgegeben hat. Mehr als ein Jahrtausend pflegen die Tibeter eine Mischung aus Buddhismus und altem schamanischen Glauben, der zu einem respektvollen Umgang mit der Natur führte.
Ein Film von Gavin Maxwell
Letzte Änderung am: 15.05.2009, 23.34 Uhr