Sendung vom Sonntag, 9.8.2009 | 17.15 Uhr | SWR Fernsehen
Dieter Moor führt Sie nach Afrika und erzählt vom vielseitigen und faszinierenden Naturerbe des Kontinents. Ein Kontinent, dessen Naturschätze nicht gegensätzlicher sein könnten. Diese einzigartigen Schätze finden auf der Welterbeliste der Unesco besondere Anerkennung und Schutz.

Baobab Allee im Tsingy Naturreservat
Durch seine Lage beiderseits des Äquators und seine kompakte Form besitzt Afrika die größte zusammenhängende Landmasse der Tropen. Weiter östlich, in der südlichen Sahara finden wir mit dem Gebirge Air und der Wüste Ténéré das komplette Gegenteil. Eine menschenfeindliche Mondlandschaft, bizarr und schroff sowie ockerfarbene Dünen mit stetig wechselnden Formen.
Tansania mit seinen berühmten Welterbestätten Serengeti, Ngorongoro und Kilimandjaro ist so etwas wie das Bilderbuch Afrikas und weckt die Sehnsucht nach einer intakten Natur.
Als der Afrika-Forscher David Livingstone zum ersten Mal die Viktoria-Fälle erblickte, notierte er: "Vom Winde gebogen und sich anscheinend mit den Wolken vermischend, leibhaftiger Rauch! Die Eingeborenen nennen das Naturwunder, dem sie aus Furcht nicht gerne nahe kommen, "Donnender Rauch", wörtlich, - Rauch lärmt hier - und diese Benennung kann nicht anders als passend gefunden werden."
Wieder ganz anders, die Inseln vor Afrika. Bis vor 40 Jahren war der urzeitlich anmutende Palmenwald in dem abgelegenen Vallée de Mai auf der Seychelleninsel Praslin, noch völlig unberührt. Dort findet sich die sagenhafte „Coco de Mer“. Eine Kokosnuss von der schon der Entdecker Francesco de Magellan berichtet hatte, und die im England jener Zeit für 400 Pfund Sterling gehandelt wurden. Heute wären das sagenhafte 68.000 Euro.
Als vor Jahrmillionen der afrikanisch-indische Urkontinent auseinander driftete, blieb mitten im Ozean die Insel Madagaskar zurück. Erst vor tausend Jahren begannen Einwanderer diese urkontinentale Landschaft zu verändern. Nur wenige Landschaften konnten sich dieser Urbarmachung widersetzen. Das Naturreservat der "Tsingys" stellt einer Besiedelung bis heute eine natürliche Barriere entgegen: bizarre, nadelförmige Felsformationen.
Die Bilder dieser beeindruckenden Afrikareise wurden mit großem Aufwand auf 35 – mm – Film gedreht und entstammen dem Rohmaterial der Reihe „Schätze der Welt – Erbe der Menschheit“ die sich ausschließlich dem Weltkultur- und Naturerbe der UNESCO verschrieben hat.
Letzte Änderung am: 03.07.2009, 23.46 Uhr