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SENDETERMIN Sa, 24.9.2016 | 15:15 Uhr | SWR Fernsehen

Wanderlust! Der Stevensonweg in den Cevennen

Eine Wanderung auf den Spuren des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson. 1878 streifte der Autor der "Schatzinsel" durch die Berge des französischen Zentralmassivs, zwölf Tage lang, mit einer gemieteten Eselin - und schrieb ein Buch darüber: "Reise mit dem Esel durch die Cevennen", die erste Wanderliteratur überhaupt.
Der englische Reiseführerautor Bradley Mayhew folgt der Originalroute des Schriftstellers. Sie führt in 12 Etappen von der Vulkanlandschaft des Velay 220 Kilometer weit über die Berge des Lozère bis in den Ort St. Jean du Gard in den Cevennen.

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Wanderlust!

Der Stevensonweg in den Cevennen

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Le Puy-en-Velay in der Auvergne ist der Ausgangspunkt

Le Puy-en-Velay in der Auvergne ist der Ausgangspunkt

Bradley Mayhew auf den Spuren des Schriftstellers Robert Louis Stevenson. „Travels with a Donkey in the Cévennes“, die erste Wanderliteratur überhaupt.

Bradley Mayhew unterwegs auf dem Stevensonweg

Eselwandern am Stevensonweg

Wanderer Bradley Mayhew trifft den Bauern und Käser Jean-Christophe Barthes

Pélardon, der berühmte Rohmilchkäse der Cevennen.

Stevensonweg im französischen Zentralmassiv

Bradley Mayhew begeht den Stevensonweg mit Esel

Bradley Mayhew & Laura Léotoing mit Wanderesel Makumba.

Bradley Mayhew & Laura Léotoing an der Endstation St. Jean-du-Gard.

Mont Lozere in dichten Wolken. Wanderviehwirtschaft.

Nationalpark Cevennen

Im Städtchen Le Puy-en-Velay mit seiner imposanten Kathedrale trifft Bradley seine ortkundige Wanderbegleiterin, Laura Léotoing. Erstes Ziel ist Le Monastier-sur-Gazeille, ein Ort mit trutzigem Kloster. Hier traf Stevenson seine Reisevorbereitungen und fand seine Wanderbegleitung, die störrische Eselin Modestine. Heute gibt es Leih-Esel für die, die auf seinen Spuren die Region entdecken wollen. Bradley mietet ein Grautier namens Makumba.


Der Wanderweg folgt zunächst dem Oberlauf der Loire, passiert Weiler, die von Burgen überragt werden und quert ein Hochplateau. Im Städtchen Pradelles erfährt Bradley, dass vor 250 Jahren hier das "Untier von Gévaudan" sein Unwesen trieb und Dutzende Menschen tötete. Robert Louis Stevenson nennt es in seinem Tagebuch den "Napoleon Bonaparte der Wölfe". Wie der schottische Schriftsteller übernachtet Bradley in Notre-Dame des Neiges, einem Kloster von Schweige-Mönchen. Am nächsten Morgen besteigt er den Mont Lozère, den höchsten Punkt der Tour. Und trifft Hirten, die ihre Schafe auf die Sommerweiden treiben. Wie ehedem. Die Globalisierung scheint hier noch nicht angekommen. Am gesamten Stevenson-Weg atmet noch das gute "alte Frankreich". Bradley hört vom Mangel an Arbeitsplätzen, genießt dennoch das gute Essen und die Atmosphäre.

Ab jetzt geht es durch die Cevennen, zunächst bergab, in das tiefe Tal der Tarn. In Pont de Montvert begann der Krieg der Camisarden. Stevenson beschreibt ausführlich die hugenottischen Protestanten und ihren Kampf für Religionsfreiheit. Bradley trifft Wassermüller, Bienenzüchter und Ziegenhirten. Und Bauer Jean-Christophe Barthes, der den Pélardon, den berühmte Rohmilchkäse der Cevennen, produziert. Bradley beendet nach zwölf Tagen wie einst Stevenson die Tour in St. Jean du Gard, einem Städtchen am Fluss Gardon - mit einer Partie Boule.

Sendung vom

Sa, 24.9.2016 | 15:15 Uhr

SWR Fernsehen

Sendezeit

Sonntag, 14.30 Uhr Montag, 15.15 Uhr

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