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Jedes Buch erzählt ein Leben, es erzählt eine Geschichte und es hat seine Geschichte.
Darum stellt "Literatur im Foyer" den Autor mit seinem Buch in den Mittelpunkt. Es wird nicht über ihn gesprochen, sondern mit ihm. Es geht darum, was Bücher, was Literatur für ein Leben bedeuten können. Für den Autor natürlich, aber auch für den künftigen Leser.

Die Redaktion (v.l.): Alexander Wasner, Ute Bergmann, Frank Hertweck
Es geht darum, den Ort zu finden, an dem Literatur und Leben aufeinandertreffen. Es geht um die existentielle Dimension von Büchern - für den Autor, die Moderatorin und die künftigen Leser. Wenn, wie geschehen, Martin Walser mit einem alemannisch-energischen "Halt's Maul" Thea Dorn darauf hinweist, dass sie von Ehe und Kinderproblemen keine Ahnung habe, dann entstehen die anarchischen Augenblicke, von denen das Fernsehen lebt. Und die kein Medium so sehr ermöglicht, weil das Fernsehen unerbittlich alles zeigt: die gerunzelte Stirn, den erhobenen Zeigefinger, das verschmitzte Schmunzeln. Der Blitzschlag der Wirklichkeit jenseits aller Inszenierungen, Höflichkeiten, Nettigkeiten, der Moment, der deutlich macht, dass Literatur mehr ist als nur eine nette Freizeitbeschäftigung, die Sekunde, in der der Schriftsteller klar macht, dass es ihm mit seiner Literatur ums Ganze geht - das ist der Augenblick des Fernsehens.
"Literatur im Foyer" wird abwechselnd in Stuttgart, Baden-Baden und Mainz aufgezeichnet.
Thea Dorn moderiert „Literatur im Foyer" seit Herbst 2004. Sie wurde bekannt als Krimiautorin, hat aber längst in ihren Romanen die Fesseln des Genre abgestreift. Sie hat sich als streitbare Essayistin einen Namen gemacht und schreibt immer wieder scharfzüngige Debattenbeiträge für „Spiegel“ und „ZEIT“.
Seit Oktober 2008 moderiert Felicitas von Lovenberg alternierend mit Thea Dorn "Literatur im Foyer". Sie ist nicht nur eine renommierte Literaturkritikerin, die mit dem wichtigsten Preis für Literaturkritik, dem Alfred-Kerr-Preis ausgezeichnet wurde, sondern inzwischen zur Literaturchefin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ernannt worden.
Die Sendung dauert eine halbe Stunde und wird wöchentlich donnerstags um 23.45 Uhr ausgestrahlt und zum Teil in 3sat sonntags um 10.15 Uhr wiederholt.
Im Zentrum stehen Autoren und ihre Werke, steht das literarische Gespräch:
Und dabei muss es nicht nur um die "schöne Literatur" gehen, um Romane, Lyrik oder Erzählungen, auch Sachbücher werden kritisch unter die Lupe genommen: wissenschaftliche Werke oder Essays, Studien oder Streitschriften.
Das Buchmessen-Quartett

Zweimal im Jahr, jeweils zur Buchmesse in Leipzig und Frankfurt, treffen sich die Moderatorinnen zu einem regen einstündigen Disput mit den Kollegen Denis Scheck ("druckfrisch", ARD) und Ijoma Mangold (Die ZEIT) über die aktuellen Bücher im Frühjahr, bzw. im Herbst. Da können schon einmal die Fetzen fliegen...
Autor: Frank Hertweck - verantwortlicher Redakteur der Sendung
Letzte Änderung am: 20.10.2011, 09.34 Uhr
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