Sendung vom Donnerstag, 2.2. | 23.30 Uhr | SWR Fernsehen
Wenn es um die Macht Preußens ging, kannte er keine Grenzen: Er überfiel Schlesien, das zu Habsburg gehörte, und am Ende des Krieges an Preußen fiel: Friedrich II., genannt der Große - ein Blick zurück.
Jens Bisky: Unser König. Friedrich der Große und seine Zeit
und Hans Pleschinski: Voltaire - Friedrich der Große. Briefwechsel

Er war das Rätsel seines Jahrhunderts: Friedrich der Große
Er gab den Philosophenfreund, lud den großen Denker Voltaire an seinen Hof, wechselte Briefe mit den geistigen Größen seiner Zeit und war doch auch ein Krieger, ein Risikospieler des "Alles oder Nichts".
Er marschierte im neutralen Sachsen ein und brach einen Krieg vom Zaun, der Preußen fast selbst ausgelöscht hätte. Gewalt schafft Recht, darin steckt schon eine Ahnung der kommenden Revolutionen. Aber als er starb, gehörte sein Königreich zu den bestimmenden Kräften in Europa. Dabei war sein Königreich ohne Vorbild: ein Parvenü unter den europäischen Mächten, ein Aufsteiger, dem man nicht recht traute, eine Armee mit einem Staat als Anhängsel.
Und Friedrich ist der perfekte König. Er regiert ohne Tradition, ohne Religion, ein Selfmademan auf dem Thron.
Thea Dorn hat zwei Gäste eingeladen:
Jens Bisky, Mitarbeiter der "Süddeutschen Zeitung", hat ein Lesebuch mit vielen schönen Funden veröffentlicht: "Unser König. Friedrich der Große und seine Zeit."
Der Schriftsteller Hans Pleschinski beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Friedrich. Seine Auswahl der Briefe von Voltaire und Friedrich dem Großen erzählen von einem ganz besonderen Gipfeltreffen zwischen Geist und Macht.
Letzte Änderung am: 09.01.2012, 10.36 Uhr